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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung

„Groschen“ fällt bei Spaghetti Bolognese

13.06.2018

Oldenburg „Groschen“, so heißt der Wissenschaftspreis der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO). Groschen deshalb, weil dieser Wettbewerb die Redewendung „der Groschen ist gefallen“ aufnimmt. Groschen wurde früher ein 10-Pfennig-Stück genannt, das man auch in Automaten werfen konnte. Wenn der Groschen fiel, gab es beispielsweise Kaugummis oder Briefmarken. Übertragen bedeutet das: Etwas wird verstanden oder ich habe das kapiert.

Verstanden haben 236 Gäste im Forum der LzO auch nun, warum organische Solarzellen anders mit der Energie umgehen als die klassischen Solarzellen, die als Module aus Silizium bekannt und auf so manchem Dach angebracht sind. Bei der Jury punktete Dr. Wilken durch seine hohe Verständlichkeit des physikalischen Themas. Er verglich den Vorgang, der in der organischen Solarzelle abläuft mit dem bekannten Gericht Spaghetti Bolognese. So waren die Ladungsträger einmal Spaghetti, einmal Fleischklößchen.

Wichtig, so das Fazit des jungen Physikers: „Auf die Soße kommt es an.“ Unterhaltsam und kreativ in der Darstellung stellte Dr. Wilken seine Forschungsergebnisse vor. Kostprobe: „In der Physik nennen wir ein Loch übrigens ein Loch.“

Über den Orientierungssinn von Zugvögeln, die etwa 3500 Kilometer nur über Wasser zurücklegen, referierte Anne Depping. Bei ihr übernahmen magnetsensitive Moleküle, sogenannte Cryptochrome, die Rolle einer virtuellen Kompassbrille. Auch sie überzeugte das Publikum mit ihrer Verständlichkeit, einer tollen Bühnenpräsenz und einer kreativen Darstellung.

Zum fünften Mal wurde der Groschen verliehen, zum ersten Mal waren Publikum und Jury sich nicht einig. „Das freut mich sogar“, sagte Juryvorsitzender und Sparkassenchef Gerhard Fiand. Das zeige die Qualität.

Fünf in der Endrunde

Insgesamt fünf von 21 Teilnehmern schafften es in diesem Jahr in die Endrunde. Sie mussten jeweils in maximal acht Minuten ihre wissenschaftlichen Ergebnisse vor dem meist fachfremden Publikum präsentieren.

Neben dem Sieger und der Siegerin erläuterte Dr. Jan Michalsky (31, Uni Oldenburg), wie der Klang der Stimme Gesprächspartner beeinflusst. Jannik Ehrich (25, Uni Oldenburg) befasste sich mit der Thermodynamik als winziger Wahrsager und Robin Rofallski (29, Jade Hochschule) machte aus der Vermessung einer Seifenblase ein Kochrezept. Die Jury bestätigte am Schluss: „So durchgängig qualitativ und verständliche Vorträge gab es noch nie.“ Ein dickes Lob, ganz ohne Physik und Chemie und mathematische Formel. Eigentlich ganz einfach.

Lars Reckermann
Chefredakteur
Chefredaktion
Tel:
0441 9988 2000
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