OSTERNBURG - Nach einer Besichtigung der Räumlichkeiten der Haupt- und Realschule (HRS) Osternburg fordert die Vorsitzende des Bürger- und Gartenbauvereins Osternburg-Dammtor, Heidi Tauchert, in einem Schreiben an den Schuldezernenten Martin Schumacher eine angemessene Ausstattung der Schule. „Die Schule ist umgehend auf den Stand der heutigen Technik zu bringen. Die textilen Bodenbeläge sind auch aus hygienischen Gründen zu entfernen“, so Tauchert. Der Verein wisse um die Finanzlage der Stadt Oldenburg. Tauchert: „Aber diese große Stadtteilschule darf nicht länger bei den Etatberatungen vernachlässigt werden. Das sind wir den engagierten Eltern und Lehrern dieser anerkannt erfolgreichen Schule, aber in erster Linie den Schülern, schuldig.“
Harte Kritik übt die Bürgervereins-Vorsitzende insbesondere an der Ausstattung des einzigen Physikraums für ein Schulzentrum von demnächst rund 800 Schülerinnen und Schülern. Sie bezeichnet die Situation als „geradezu jämmerlich“. „Für die neuen, von den Rotariern gesponserten Experimentiersätze sind nicht einmal Aufbewahrungsschränke vorhanden. Zu allem Überfluss riecht es in dem alten Pestalozzi-Gebäude muffig und feucht wie in alten Dorfkirchen“, schreibt sie an den Schuldezernenten.
Ebenso kritisiert sie den nach ihren Ausführungen über 35 Jahre alten Teppichboden: „Nicht auszudenken, wie viele Keime diesem Uraltbelag anhaften.“ Auch die übrigen Räume seien in einem beklagenswerten Zustand, so Heidi Tauchert. An der Eingangshalle sei die neue Zeit ebenfalls vorbeigegangen. Dunkel und schlecht beleuchtet präsentiere sie sich mit dem Charme der 70er Jahre.
