OSTERNBURG - In der städtischen Kindertagesstätte Cloppenburger Straße gibt es neben einer bislang bestehender Kindergartengruppe mit 25 Kindern nun auch eine neue Krippengruppe mit 15 Kindern. Viele Gäste, darunter Frank Lammerding, Leiter des Amtes für Jugend, Familie und Schule und Oldenburgs Erste Bürgermeisterin Rita Schilling, feierten die Fertigstellung. Acht neue Krippen wurden im Rahmen der Ausbauplanung der Stadt gebaut.
„Hinter uns liegt eine intensive Arbeit“, so Gabriele Siebert, Leiterin der Kindertagesstätte. „Die Kindergartengruppe und die Krippengruppe harmonieren sehr gut miteinander.“ Auch Elfriede Finke-Bracker, Leiterin des Fachdienstes Tagesbetreuung für Kinder, sieht in der Kombination Vorteile. „Dadurch, dass die Kindergartengruppe mit im Haus ist, fällt es den ein- bis dreijährigen Krippenkindern leichter, später in den Kindergarten zu wechseln.“
Das Besondere an der neuen Krippengruppe ist das Modell Berliner Eingewöhnung. In fünf Phasen werden die Krippenkinder eingewöhnt. „Dieses Modell ist besonders sanft“, so Erzieherin Margitta Camps-Radtke.
Zu Beginn bleibt eine Bezugsperson (Eltern) bei dem Kind in der Krippe. Erst danach folgt eine langsame Verabschiedung. Maximal bleibt das Kind 15 bis 30 Minuten ohne Bezugsperson in der Krippe. In der Zeit soll das Kind Vertrauen zu den Erziehern aufbauen. So setzt sich die Eingewöhnungsphase weiter fort, bis das Kind bereit ist, bis Nachmittags ohne Eltern in der Krippe zu bleiben. „Voraussetzung ist, dass sich Eltern vier bis sechs Wochen für die Eingewöhnung Zeit nehmen“, so Camps-Radtke.
