Ganderkesee - Es hat lange gedauert, immer wieder wurden die Schüler vertröstet – aber am Donnerstag war es nun endlich soweit: Die zehnten Klassen des Gymnasiums Ganderkesee durften umziehen, raus aus den Containerklassenräumen, rein in den Neubau. „Vieles ist richtig gut geworden und die Schüler freuen sich alle sehr“, betonte Schulleiterin Dr. Renate Richter erleichtert.

Erst einmal habe man nun wieder richtig Platz, wenn es ab 2020 aber wieder einen 13. Jahrgang gibt, werde es voll, so Richter. „Aber das ist schon mit einkalkuliert.“ Den rund 130 Schülern des zehnten Jahrgangs folgen nächste Woche die neunten Klassen, im Laufe des Februars beziehen auch die Oberstufen-Kurse den dreistöckigen Neubau. Jeder Jahrgang bekommt ein eigenes Stockwerk, für die Schüler jüngerer Jahrgänge ist das Gebäude tabu. Am Freitag durften sie sich bei Rundgängen trotzdem einen Eindruck verschaffen. Diese Aufteilung kommt bei den Zehntklässlern gut an: „Für den Unterricht ist das definitiv hilfreich, wenn nebenan auch eine zehnte Klasse ist“, meint Kai.

Und eine Steigerung zu den alten Containerklassen sei der Neubau ohnehin: „Die Lernatmosphäre ist ganz anders und wir haben eine tolle Panorama-Aussicht“, sagt Yelda. „Das ist auch viel angenehmer, weil die Räume viel größer sind“ fügt Jan-Philipp an, wird aber von der Schulleiterin gebremst: Tatsächlich seien die Räume im Neubau kleiner als im Container, durch einen fast quadratischen Schnitt wirken sie aber größer.

Tafelkreide und Schwamm sucht man indes vergeblich: In den Räumen hängen interaktive Whiteboards, die mit Markern beschrieben werden. Die Beamer dafür fehlen allerdings noch und werden nach und nach angeschafft. Besonders beliebt sind bereits jetzt die Aufenthaltsbereiche, die mit bunten Sitzgelegenheiten aus Leder ausgestattet sind. Auch ein Arbeitsbereich für Laptops wurde eingerichtet. „Es ist wichtig für die Schüler, dass es viele Bereiche gibt, wo sie sitzen und quatschen können“, so Richter.

In der großen Pause zeigte sich hier schon Nachbesserungsbedarf, denn die Hocker reichen bei weitem nicht für alle. „Hier fehlt jetzt nur noch ein Coffeeshop“, schlug Kai grinsend vor. Hanna regte an, den Vertretungsplan auch im Neubau auszuhängen. Gerade für Buskinder sei der Umweg durch die Aula zu lang. „Der Monitor und die Anschlüsse dafür sind auch schon da“, kündigte Richter an. Nur die Montage stehe noch aus.

Damit es auch weiter so sauber und ordentlich in den Fluren bleibt, sei in den Klassen ein monatlicher Ordnungsdienst organisiert worden, „denn ihr sollt euch hier wie zuhause fühlen“, gab Renate Richter den Schülern mit auf den Weg. Und die Container, die fast zehn Jahre lang im Innenhof standen, können endlich abgebaut werden.