Berlin - Täglich zwei Stunden und mehr im Auto zu sitzen, um zur Arbeit zu kommen: Viele Beschäftigte kennen das. Anette Wahl-Wachendorf, die Vizepräsidentin des Verbands der Betriebs- und Werksärzte in Deutschland, gibt Tipps, wie sich das Pendeln über längere Entfernungen so angenehm wie möglich gestalten lässt. Öffentliche Verkehrsmittel vorziehen: Wer kann, sollte vom Auto auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen. Viele empfinden das als entspannter, da sie sich nicht auf den Verkehr konzentrieren müssen. Außerdem bekommen Berufstätige so zumindest etwas Bewegung, nämlich auf dem Weg zu den Haltestellen sowie beim Ein- und Aussteigen.  Auto nicht direkt bei der Arbeit parken: Für viele kommen öffentliche Verkehrsmittel nicht infrage. Wer aber mit dem Auto zur Arbeit fährt, bewegt sich an manchen Tagen kaum. Morgens von der Haustür bis zur Garage gegangen – und dann bei der Arbeit vom Firmenparkplatz bis zum Schreibtisch gelaufen. So in etwa kann man sich das in vielen Fällen wohl vorstellen. Besser ist deshalb, das Auto – sofern möglich – einen oder zwei Kilometer von der Arbeit entfernt zu parken und mit einem kleinen Spaziergang in den Tag zu starten, meinen Fachleute wie Anette Wahl-Wachendorf.  Snacks von zu Hause mitnehmen: Viele greifen am Bahnhof bei Heißhunger spontan zu Leckereien. Die Folge sind nicht selten chaotische Essgewohnheiten und ständig drohendes Übergewicht. Besser ist, gezielt angefertigte, leichte Snacks von zu Hause mitzunehmen und bewusst zu planen, was man tagsüber isst. Pausen machen: Pendler sollten darauf achten, dass sie sich regelmäßig Auszeiten gönnen, um wieder aufzutanken. Bei der Arbeit kann man sich zum Beispiel vornehmen, einmal pro Stunde fünf Minuten Lockerungsübungen zu machen. Dafür müssen Berufstätige gar nicht unbedingt den Platz verlassen. Es reicht schon, mehrmals die Füße bewusst vom Ballen auf die Zehenspitzen abzurollen oder mit den Händen an die Schulter zu greifen und dann mit den Ellbogen Kreise in die Luft zu malen.

Und generell raten Fachleute, die Zeit in Bus, Bahn, Auto oder gar Flugzeug mit etwas Interessantem zu verbringen – etwa mit einem spannenden Hörbuch oder einem Programm zum Erlernen einer Sprache.