Harkebrügge - Das Schulfest der Verlässlichen Grundschule in Harkebrügge stand am Wochenende ganz unter dem Motto „Inklusion – Jeder ist anders“. „Als Schule wollten wir die Thematik noch stärker in die Öffentlichkeit tragen und in der breiten Bevölkerung im Bewusstsein verankern“, erklärte Schulleiterin Melanie Burchert. Viele Besucher folgten der Einladung.
Im Vorfeld gab es in den vergangenen Wochen an der Junker-Harke-Schule einige Projekttage. Wie ist es, wenn man mit nur einer Hand alles erledigen muss? Wie fühlt es sich an, wenn die Gelenke und Glieder schwer sind und sich nur noch unter größten Anstrengungen bewegen lassen? Was nimmt man wahr, wenn man blind ist oder wie schwierig ist es, wenn man nur noch mit den Füßen oder mit dem Mund Pinsel halten kann und ein Bild malen will? Diese Handicaps wurden mit den Schülern an den Projekttagen nicht nur in der Theorie besprochen, sondern die Mädchen und Jungen empfanden die Einschränkungen in der Praxis nach.
Erika Hinrichs aus Rhauderfehn, die seit 15 Jahren erblindet ist, beantwortete im Schulunterricht alle Fragen zum Thema und erzählte den Kindern, wie man damit im Leben zurecht kommen kann.
Beim Schulfest selbst konnten die Besucher an verschiedenen Stationen erleben und erfahren was es heißt, ein Handicap zu haben. Rollstuhl- und Blindenparcours, Fühlkästen- und Bücher. Diese und zahlreiche weitere Erfahrungen konnten die Besucher machen.
Mit dem Lied „Wir sind Kinder dieser Erde“ war das Schulfest eingeleitet worden. „Über sieben Brücken“ von Peter Maffay sang der Schulchor in Begleitung der Lehrergitarrengruppe. Beim Theater hieß es „Einmalig sein“. Spiel und Spaß hatten die Kinder beim „Lebendkicker“ des Fördervereins. Zudem gab es eine Ausstellung verschiedener von den Schülern gemalter Bilder. Zu Besuch waren auch die „Schulmäuse“ des Kindergartens St. Marien und die „Schlaufüchse“ des Waldkindergartens.
