Petersdorf - Aufbruchstimmung an der Grundschule in Petersdorf: Am Freitagmittag ist der Anbau an die Grundschule feierlich eingeweiht worden. In der Sporthalle begrüßten die Kinder der Schulgemeinschaft die Gäste zum Festakt: „Herzlich willkommen, liebe Leute. Der Anbau ist fertig, drum feiern wir heute.“ Schulleiterin Johanna Albers sprach von einem „Freudentag“, denn nunmehr habe man „die schönste Schule im ganzen Landkreis“, sagte die Schulleiterin und fand die uneingeschränkte Zustimmung zumindest der Schüler.
Durch den Anbau könne das Motto „Leben und lernen unter einem Dach“ noch besser realisiert werden. Die Betreuung am Nachmittag und der Unterricht am Vormittag würden jetzt auch räumlich besser miteinander verzahnt werden. Auch die inklusive Beschulung der Kinder könne nun noch besser umgesetzt werden. „Der Schulstandort Petersdorf ist damit gesichert“, sagte Albers.
Auch Bürgermeister Hermann Block wertete den Anbau, der zum Teil einen Ersatz für abgängige Räume darstellt, als „deutliches politisches Bekenntnis des Gemeinderates zum Schulstandort Petersdorf“. Ein Bekenntnis zu Petersdorf sei auch die Ansiedlung von Gewerbe und Handel sowie die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, um den Ortsteil Petersdorf insgesamt zu stärken, betonte der Verwaltungschef.
Ein Grundstein für die Zukunft sei mit den Anbau gelegt worden. „Die junge Generation, ihr Wissen, ihre Wertvorstellungen, ihre Motivation und ihre Begeisterung – das ist unser wichtigstes Zukunftskapital“. Diesem werde die Gemeinde Bösel durch die Investition gerecht.
Block erinnerte an die Diskussionen um den neuen Anbau, den Architekt Reinhold Engelmann (Cloppenburg) umgesetzt hatte – vor allem vor dem Hintergrund der hohen Kosten und der weit über der Kalkulation liegenden Ausschreibungsergebnisse. Die seien aber der allgemeinen Entwicklung geschuldet. 308 000 Euro betragen die Baukosten. Kalkuliert worden war ursprünglich mit 220 000 Euro. Die Gemeinde trägt davon 147 800 Euro, 103 600 Euro kommen aus Landesmitteln, 56 600 Euro vom Kreis. Ein Großteil der Gewerke wurde von Böseler Firmen ausgeführt.
Im Anbau sind behindertengerechte Sanitäranlagen untergebracht. Dafür wurde der ehemalige Mehrzweckraum umgebaut. Dort ist nun auch ein weiterer rund 16 Quadratmeter großer Gruppenraum entstanden, in dem auch die Betreuung im Rahmen der Ganztagsschule stattfinden wird. Ein weiterer (verbliebener) Gruppenraum ist 21,5 Quadratmeter groß und bietet ebenfalls Platz für Förderunterricht, Kleingruppenarbeit, Schulsozialarbeit oder Religionsunterricht.
Der Mehrzweckraum wurde im hinteren Gebäudeteil mit 42,5 Quadratmetern neu errichtet und könnte künftig auch als Mensa dienen. Derzeit findet die Essensausgabe aber im benachbarten Franziskusheim statt.
Die 57 Schülerinnen und Schüler können sich bald auch über einen größeren Pausenhof freuen. Die ehemalige Lehrerwohnung wird abgerissen und bietet ihnen Platz.
Die Geistlichen Stefan Jasper-Bruns (katholische Kirchengemeinde) und Sabine Prunzel (evangelische Kirchengemeinde) weihten den Anbau ein.
