Cloppenburg - Die Berufsfachschule Altenpflege am St.-Pius-Stift Cloppenburg startet zum 1. August dieses Jahres eine neue zweijährige Ausbildung zum staatlich geprüften Pflegeassistenten. Mit dem neuen Angebot sollen mehr junge Leute für den steigenden Bedarf im Bereich Altenpflege gewonnen werden, sagte Schulleiterin Margret Abu-Ghazaleh am Dienstag bei einem Pressegespräch im Pius-Stift.
Das neue Angebot ist unterhalb der klassischen Altenpflege-Ausbildung angesiedelt, die drei Jahre dauert. Die schulische Ausbildung hat einen Umfang von 1800 Stunden, die Praxisblöcke, die jeweils sechs bis acht Wochen dauern, insgesamt 960 Stunden. Diese 24 Wochen Praxiseinsätze sind auf drei bis vier Blöcke aufgeteilt. Absolviert werden sie in ambulanten, teilstationären oder stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe sowie der Gesundheits-, Kranken- und Familienpflege
Aufnahmevoraussetzung ist mindestens ein Hauptschulabschluss. Im Falle eines erfolgreichen Abschlusses haben die Azubis darüber hinaus mindestens einen Realschulabschluss erworben, bei entsprechenden Leistungen kann es sogar der erweiterte Sekundarabschluss I werden. Zudem werde während des zweiten Ausbildungsjahres geschaut, ob sich der Azubi nicht auch für die Altenpflegeausbildung eigne.
„Interessierte Bewerber sollten im Umgang mit Menschen offen und freundlich sein und sich in ein Mitarbeiterteam einfügen können“, erklärte die stellvertretende Pflegedienstleiterin des Pius, Diplom-Gerontologin Beate Schulte. Darüber hinaus seien gute Kenntnisse in Biologie und Chemie hilfreich, um medizinische und ernährungswissenschaftliche Zusammenhänge zu verstehen. Nach dem Ende ihrer Ausbildung können die neuen Pflegeassistenten in Pflegeheimen, Krankenhäusern oder in der ambulanten Pflege arbeiten.
Sowohl die Ausbildung zum Altenpfleger als auch zum Pflegeassistenten werden auch an der BBS am Museumsdorf angeboten – von einer Konkurrenzveranstaltung will Abu-Ghazaleh im Hinblick auf das neue Angebot der Pius-Altenpflegeschule aber nichts wissen.
Hier melde sich der Azubi bei der Schule an, die ihm dann Kooperationspartner für den praktischen Teil zur Verfügung stelle. Hierbei handele es sich beispielsweise um Caritas-Häuser in Lastrup, Löningen, Haren, Dinklage, Barßel und Oldenburg oder um private Einrichtungen zum Beispiel in Cappeln, Garrel, Barnstorf oder Bad Zwischenahn. Bei dem Angebot der BBS werde der umgekehrte Weg beschritten: Potenzielle Azubis suchten sich selbst ihren Ausbildungsbetrieb und gingen dann an der Museumsstraße zur Schule.
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