Ganderkesee - Ein neuer Marktplatz ist auf den Weg gebracht worden, aber nicht ohne Probleme. Trotz mehrerer Jahre Beschäftigung mit dem Thema, gab es bei der Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung am Donnerstagabend offensichtlich noch Bedarf an Diskussionen.

„Die Konzeption und die Absicht, diese umzusetzen, besteht schon“ erinnerte Bruno Müller, Fachbereich Gemeindeentwicklung, die Mitglieder des Ausschussmitglieder am Donnerstagabend als es um Punkt 8 der Tagesordnung, die Neugestaltung des Marktplatzes in Ganderkesee ging. „In der Vorlage geht es um den Beschluss des Fahrplanes und die Gründung einer Arbeitsgruppe, die letzte Details klärt.“

Das Geld fest im Haushalt verankert, die Entscheidung für die Konzeption des Landschaftsarchitekten Volker Kreye schon gefällt – wer auf eine schnelle Abhandlung des Tagesordnungspunktes hoffte, wurde dennoch enttäuscht. Nach den ersten Bekundungen seitens CDU und SPD, dass man froh sei, nun endlich „zu Potte zu kommen“, wie es der Sozialdemokrat Rolf Oetken ausdrückte, ergriff Arnold Hansen (Freie Wähler) das Wort: „Ich sehe hier heute Abend ein Problem.“ Und dieses Problem lag, aus Sicht der Freien Wähler, in der Frage: „Ist das alles festgemauert in der Erden?“ Gemeint waren in diesem Fall allerdings nicht Schillers Glocke, sondern die Gestaltungselemente. „Wir werden nicht zustimmen, wenn Zäune, Hochbeete und andere Elemente nicht mobil gestaltet werden. Das haben wir immer betont“, so Hansen. Ein Standpunkt, den der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler auch beibehielt. Nach längere Diskussion, in der sich unter anderem Bürgermeisterin Alice Gerken (parteilos) sowie Cindy Klüner (CDU) dafür aussprachen, „endlich eine Entscheidung zu treffen“, stimmte Hansen gegen die Beschlussvorlage, nachdem ein von ihm vorgebrachter Ergänzungsantrag, der eine Bevorzugung mobiler Lösungen beinhaltete, abgelehnt wurde. Auch Thorsten Busch lehnte die Beschlussvorlage der Verwaltung ab. Dem Vertreter der Unabhängigen Wähler Gemeinde Ganderkesee (UWG) erschien die im Konzept angelegte Schaffung zusätzlicher Gastronomie nicht attraktivitätssteigernd genug. „Mein Vorschlag wäre eine Minigolfanlage mit Gastronomie.“ Ein Vorschlag, der wiederum bei den anderen Ausschussmitgliedern nicht auf Gegenliebe stieß.

Letztendlich wurde die Beschlussvorlage mit zwei Nein-Stimmen und einer Enthaltung angenommen. Michael Sorg (Grüne) empfahl noch, die Nutzung mobiler Elemente nicht gänzlich auszuschließen und dies als Arbeitsauftrag an die zu bildende Arbeitsgruppe weiterzugeben. Die Arbeitsgruppe wird noch die Details der Umsetzung besprechen und die Ergebnisse dem Gemeinderat bis Mitte Februar kommenden Jahres kommunizieren.

Zu Protokoll gegeben wurde zudem, den Wegfall des Hagstedt-Parkplatzes und die damit verbundene Parkplatzsituation bei der Planung zu berücksichtigen.