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Wettbewerb Plattdeutsch an Schule hoch im Kurs

Hude - Fuchs und Hühner haben an der Grundschule Jägerstraße in Hude gleich zweimal Glück gebracht. Denn dies waren die beiden Gewinnertexte beim plattdeutschen Lesewettbewerb – wahrhaft meisterlich vorgetragen von Bente aus der Klasse 4a und Marlene, die in die 3b geht.

„Mein Papa hat mit das Plattdeutsche gezeigt. Und meine Oma hat mir mir geübt. Als ich ganz klein war, fand ich es immer witzig, wenn Oma plattdeutsch gesprochen hat, weil ich nichts verstanden habe“, erklärt Bente und grinst. Er kann den Text „De Voss und de Höhner“, den er sich aus einer Auswahl von Texten für den Wettbewerb ausgesucht hat, auswendig.

Lesen nicht schwierig

Auch Marlene kennt die Zeilen nach dem Üben zuhause auswendig. „Oma und Opa sprechen mit mir zum Spaß Plattdeutsch. Das Vorlesen finde ich eigentlich gar nicht schwierig“, schmunzelt die Drittklässlerin.

Die Aussprache hätte noch ein bisschen besser sein können, bemerkt Bente nach dem Wettbewerb. „Ich war schon ganz schön aufgeregt. Das Herz klopfte mir bis zum Hals“, erinnert sich der Viertklässler an den Auftritt vor der Jury. Marlene blieb vor der Jury gelassen: „Bei mir ging es mit der Aufregung.“

Und dass, obwohl die Juroren mit reichlich Fachwissen glänzten: Bürgermeister Holger Lebedinzew, Plattdeutsch-Beauftragter Carsten Möhlenbrock sowie seine Amtsvorgängerin Marlies Pape, Plattdeutsch-Liebhaberin Femke Stolle, Lehrerin und Plattdeutsch-Beauftragte der Schule Regina Kanbach sowie Annegret Peters von der August Hinrichs Bühne aus Oldenburg kürten aus den Reihen der Klassensieger den Schul-Champion.

„Wir nehmen schon regelmäßig an den Plattdeutsch-Wettbewerben teil, die alle zwei Jahre stattfinden“, sagt Schulleiterin Ilona Schütte. In jeder Klasse gab es vorher einen Sieger, die Sieger des Schulentscheids gehen für die Huder Grundschule dann auf Kreisebene in Wildeshausen an den Start. „Wir sind, so weit ich weiß, die einzige Schule in Hude, die am Kreisentscheid teilnimmt“, erläutert Regina Kanbach, die den Schulwettbewerb zusammen mit Petra Heiken und Marlies Pape organisiert hat.

Plattdeutsch werde an der Schule vor allem durch die entsprechende Arbeitsgemeinschaft (AG) gefördert. „Im Schulalltag nehmen wir nicht wahr, ob ein Kind plattdeutsch spricht oder nicht. Wenn die Kinder aber dann auf die Sprache stoßen, dann sind sie sehr motiviert dabei und interessieren sich für die Sprache“, beobachtet Schulleiterin Schütte.

Platt schnacken

Auch Bente nimmt an der AG teil, dort wird auch mal bei einer Teestunde „Platt geschnackt“.

Bewertet wurde die Vorleseleistung anhand verschiedener Kriterien wie deutlicher und fließender Aussprache oder ob die Betonung stimmt. „Eine ganze Menge Kinder haben sich in den einzelnen Klassen am Vorlese-Wettbewerb beteiligt. Die Schüler haben wirklich gut geübt und haben sich sehr ins Zeug gelegt“, beobachtet Lehrerin Petra Heiken. Alle Klassensieger wurden mit einem Spiel und einer Urkunde belohnt, auch die beiden Schulsieger durften sich über ein Wort-Spiel auf plattdeutsch und eine Urkunde freuen. Ob es noch mehr Grund zur Freude gibt, steht nach dem Landkreis-Entscheid fest. Die Grundschule Jägerstraße drückt Bente und Marlene Ende April in jedem Fall ganz fest die Daumen.

Mareike Fangmann
Mareike Fangmann Redaktion Münsterland
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