Bereits zum elften Mal sind zurzeit Schüler aus Siemianowice in der Nähe von Kattowitz bei Schülern der Marienschule in Cloppenburg zu Gast. Die zwölf Jugendlichen aus den Jahrgängen neun und zehn eines polnischen Gymnasiums mit ihren drei Betreuern wohnen zehn Tage lang in Cloppenburger Familien.
Jürgen Müller hatte 2008 diese deutsch-polnische Schulpartnerschaft ins Leben gerufen. Unterstützt wird die Aktion vom deutsch-polnischen Jugendwerk. Auf dem Programm stand bislang unter anderem die Arbeit in Projektgruppen. Darüber hinaus gab es eine Stadtführung durch Cloppenburg und das Museumsdorf wurde besucht. Das Wochenende gestalten dann die Gastfamilien mit Aktivitäten und Ausflügen. Eine Go-Kart-Fahrt, ein Grillabend und der Heidepark Soltau stehen in der nächsten Woche auf dem Programm.
Lehrer des ROC Friesepoort aus Leeuwarden (Niederlande) haben jetzt gemeinsam mit ihren deutschen Kollegen von der Berufsbildenden Schule Technik unter anderem die Unternehmen Lumberg in Cloppenburg und Vogelsang in Essen besucht. So wurde den Gästen ein Einblick in Praktikumsbetriebe für niederländische Schüler ermöglicht.
Die neu eingerichtete Sprachlernklasse am Clemens-August-Gymnasium hat ihre Arbeit aufgenommen. Für 16 Jugendliche aus Syrien, dem Irak, Afghanistan, Pakistan, Gambia und dem Benin geht damit ihr großer Wunsch, eine Schule in Deutschland besuchen zu können, in Erfüllung. Von nun an lernen sie in 16 Wochenstunden die deutsche Sprache und nehmen integrativ am Unterricht der Mittelstufe teil. Mit Birgit Reckwerth, Daniela Hartwich und Margret Wolking stehen drei erfahrene Lehrkräfte zur Verfügung.
Die Unterrichtsinhalte reichen von der Wortschatzarbeit über grundlegende Grammatikübungen bis hin zu Themen des alltäglichen Lebens. Aufgrund der sehr unterschiedlichen Lernvoraussetzungen erfordert der Unterricht in der Sprachlernklasse eine starke Individualisierung, so dass Jeder entsprechend seiner persönlichen Voraussetzungen gefördert und gefordert wird. Um den neuen Mitschülern die Eingewöhnungsphase zu erleichtern, stehen ihnen Paten zur Seite. Das Programm ist auf ein Jahr angelegt.
Unter Leitung der Migrationsberatung des Diakonischen Werkes Cloppenburg fand nun eine Informationsfahrt für Flüchtlinge und Einheimische Familien aus Ahlhorn und Cloppenburg statt. Diese Maßnahme für Familien und Kinder wurde überwiegend durch die NWZ -Weihnachtsaktion finanziert.
Vormittags besuchte die Gruppe das Museumsdorf in Cloppenburg und bekam, auch mit der Hilfe einer Übersetzerin, vielfältige Eindrücke vom historischen Landleben dieser Region. In der Backstube konnten alle ihr eigenes Brot backen.
Zwischenzeitlich hatten die Teilnehmerinnen und die Angehörigen des Projekts „Nähen und Reden“ aus Cloppenburg beim Schwedenheim ein großes Buffet mit Speisen aus ihren Herkunftsländern für die Gäste vorbereitet. Das Cloppenburger Projekt der Migrationsberatung und des Familienzentrums findet seit Anfang 2016 einmal wöchentlich sehr erfolgreich statt.
Beide Gruppen, fast 100 Personen (60 Kinder und 35 Erwachsene), verbrachten anschließend den Nachmittag im Tier- und Freizeitpark Thüle.
