PORTSLOGE - Ein kleiner Raum im Großen Haus des Portsloger Nikolai-Kindergartens wurde mit einigen Utensilien als Forschungsraum hergerichtet. Mitarbeiter des Hauses haben sich in Workshops entsprechend fortgebildet. Jetzt sind auch drei Paten gefunden worden, die das Projekt „von außen“ unterstützen. Dem Start an der bundesweiten Aktion der Stiftung „Haus des kleinen Forschers" steht nun in Portsloge nichts mehr im Weg.
Kinder sollen sich stärker und intensiver mit Naturwissenschaft und Technik auseinandersetzen. Experimente und eigenes Ausprobieren veranschaulichen nicht nur bestimmte Prozesse, sondern lassen sie auch länger im Bewusstsein der Teilnehmer bleiben. Solche Experimente kindgerecht durchzuführen und aufzuarbeiten, ist ein Anliegen der Stiftung.
„Diese Einrichtung in Berlin ist als Schnittstelle zu sehen, die Anregungen aus der Praxis aufnehmen und an andere wieder weiter geben soll", sagt Karin Quade-Matthes, Leiterin des Kindergartens in Portsloge. Mit Monika Schmittmann und Klaus Hellmerichs fanden sich zwei Mitarbeiter, die sich im naturwissenschaftlichen Bereich weiter gebildet haben und nun Themen wie „Wasser und Luft“ oder Sprudelgase mit Vorschulkindern experimentell erarbeiten wollen.
Jede Kindertagesstätte, die sich an der Aktion der Berliner Stiftung beteiligt, muss einen Paten haben. Mit Optiker Hartmut Hokema, Dr. Rainer Huber, Mitarbeiter des „Hauses des Hörens“ in Oldenburg, und Thomas Krause, Mitarbeiter bei „Nordmilch", kann der Nikolai-Kindergarten gleich drei Paten aufweisen. Wie ihr Engagement für das Projekt im Einzelnen aussehen soll, werde sich entwickeln, hieß es.
Neben etwas Zeit sollen die Paten Ideen entwickeln und praktische Anregungen für das „Haus des kleinen Forschers“ geben. „Die Paten sollen ein Ohr und ein Auge auf diese Aktion haben“, umschreibt Karin Quade-Matthes deren Aufgabe. Die Gäste erhielten als Zeichen ihrer Mitarbeit Patenurkunden. Thomas Krause sagte, dass er sich vorstellen können, gemeinsam mit Portsloger Kindergartenkinder sich dem Thema Milch zu widmen und beispelsweise mit ihnen herauszufinden, warum Milch eine weiße Farbe hat.
Zusammen mit den älteren Kindergartenkindern, die nächstes Jahr zur Schule gehen, werden bereits naturwissenschaftliche Experimente in der Tagesstätte erarbeitet und erledigt. „Wir arbeiten daran, dass sich alle Portsloger Kindergartenkinder künftig mit naturwissenschaftlichen und technischen Themen beschäftigen können“, sind sich die Erzieher Monika Schmittmann und Klaus Hellmerichs einig. Vorerst werde jeden Dienstag zweieinhalb Stunden im „Forschungsraum“ des Kindergartens gearbeitet.. Die Mädchen und Jungen sollen bald so fit sein, dass sie bestimmte Experimente selbst erledigen können. Als Lohn erhielten sie jeweils einen „Forscherpass“.
