Hamburg - Die Probezeit bei einem neuen Arbeitgeber sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Jeder dritte Mitarbeiter übersteht die ersten Monate nämlich nicht, sagt der Karriereberater Dierk Rommel aus Hamburg. Ein paar Beispiele, worauf Einsteiger achten sollten: Falsche Prioritäten: Was im Vorstellungsgespräch besprochen wurde, ist die eine Sache. Eine andere ist, was Vorgesetzte und Kollegen in der Praxis erwarten. Darauf sollte man sich möglichst schnell einstellen. „Da tauchen oft ganz andere Aufgaben und Prioritäten auf“, erklärt der Karriereberater und Probezeit-Coach Kurt Schaffner aus Wuppertal. Fehlende Beziehungen: Wer sich in der Probezeit nicht um den Aufbau und die Pflege von Beziehungen kümmert, der schneidet sich von wichtigen potenziellen Informationsquellen ab, warnt Karriereberater Rommel. Wichtig aber: Bei Entscheidungen an den Dienstweg halten, nicht die Abkürzung über Bekanntschaften nehmen! Rommel rät zu einem möglichst großen Netzwerk. Wichtigste Person sollte allerdings der Vorgesetzte sein – er entscheidet am Ende der Probezeit. Mangelnde Zurückhaltung. In der Probezeit will jeder zeigen, was er kann. Doch wer es übertreibt, der macht sich leicht unbeliebt, warnt die Karriereberaterin Christina Tabernig aus Tutzing. Das gelte auch für Klatsch und Tratsch. Expertengehabe: Mitarbeiter sollten in den ersten Monaten besser auf Verbesserungsvorschläge verzichten. Man solle erst einmal möglichst viel über Hintergründe und Zusammenhänge in Erfahrung bringen, meint Schaffner.
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