NWZ
berichtete).Denn: Das war der letzte Übungstag. An diesem Freitag steht die Generalprobe an, am Sonnabend folgen die Aufführungen, erklärt Christa Thiel, Leiterin des Zirkus Eldorado, der in Zusammenarbeit mit der Grundschule die Zirkusprojektwoche veranstaltet. Am Montag hatte sie zusammen mit ihrem achtköpfigen Trainerteam die Zelte direkt neben der Grundschule aufgeschlagen.
Seitdem ist in Wüsting nichts mehr so, wie es im normalen Schulalltag aussieht. Am Montag noch durften sich alle Schüler die 14 unterschiedlichen Stationen, die das Zirkusteam aufgebaut hatte, angucken und herausfinden, was ihnen am besten gefällt. Ab Dienstag hieß es dann Trainieren, Trainieren, Trainieren. Ob am Trapez oder mit dem Lasso, ob als Clown oder Cheerleader, ob als Akrobat oder Dompteur die Kinder übten jeden Tag zwei Stunden lang für ihren großen Auftritt.
Ich bin in der Voltigiergruppe, berichtet die zehnjährige Lena Stickan (ovales Bild) stolz. Sie habe in der Projektwoche so viel Spaß gehabt, wie selten zuvor. Alle freuen sich und sind gut gelaunt, fügt sie hinzu. Ihre Freundin Ronja Thöner gehört zu der Gruppe der Akrobaten, wird ihr erlerntes Können am Trapez zeigen. Ich habe fünf Brüder und eine Schwester und wir turnen sehr viel an unserer Turnstange daheim. Alle kommen zu der Aufführung und werden sehen, was ich gelernt habe, erzählt die Neunjährige begeistert.
Nicht nur im Zirkuszelt haben sich die Schüler vorbereitet. Sie wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Trainiert eine davon für zwei Stunden im Zelt, sorgen die anderen in dieser Zeit dafür, dass auch das Drumherum stimmt.
Sie haben Holzfiguren gebaut, Plakate und Einladungen gebastelt, Zirkus-Lektüre gelesen oder Geschicklichkeitstraining in der Turnhalle absolviert, berichtet Monika Bruschke, kommissarische Leiterin der Grundschule. 2008 habe die Grundschule das erste Mal an der Zirkusprojektwoche teilgenommen, jetzt folgt die zweite Auflage. Dieser Turnus ist so gewählt, dass jedes Kind in der Grundschule einmal diesen besonderen Höhepunkt erleben kann, so Bruschke. Die Freude sei riesig bei den Kindern, alle Schüler nehmen teil. Das Selbstbewusstsein wachse bei den Kleinen, das würde sich häufig später auch auf Leistungen in der Schule gut auswirken.
Bei der letzten Probe hängen bei der letzten Probe Lena Mohrschladt (10 Jahre) Jannike Stolle (9) übereinander am Trapez sie turnen das doppelte Vogelnest. Höhenangst? Nein! Das macht einfach nur Spaß , in der Luft zu turnen, sagt Lena. Wagemutig und mit toller Körperbeherrschung schwingen die beiden Freundinnen sich in die Höhe und lächeln dabei schon wie erfahrene Profis in die Kamera. Unsicherheiten oder kleine Wackler: Fehlanzeige.
Eines hat Lena Mohrschladt mit all den Dompteuren, Clowns, Artisten oder Tänzern gemeinsam: Die Aufregung steigt, jetzt haben wir nur noch eine Probe, dann kommt der Auftritt. Die erste der beiden rund zweistündigen Vorstellungen startet am Sonnabend um 11 Uhr, die zweite Show folgt um 15 Uhr.
