RAMSLOH - Sie sind Meister der Tarnung: Als Raupen verstecken sie sich unter Blättern oder formen sich in Form eines kleinen Astes, später, als ausgewachsene Schmetterlinge, erschrecken sie ihre Feinde mit bizarren Mustern auf den Flügeln.

„Doch die Maskeraden helfen nichts gegen die Bedrohung, die der Mensch für die Falter bedeutet“, erzählt Wolfgang Briese, Leiter der Kreisgruppe Cloppenburg des BUND ernst.

In der Grundschule Ramsloh hielt der Naturschützer einen Vortrag über den nötigen Schutz der Schmetterlinge in unserer direkten Umwelt. Das größte Problem für die Tiere sei der Verlust an Lebensraum. „Viele Schmetterlingsraupen essen nur Brenesseln, aber wegen der ordentlich gemähten Rasenflächen in vielen Gärten finden sie immer schwieriger Nahrung“, berichtete Briese den Kindern der zweiten Klassen. Die zeigen sich betroffen. Besorgt wird nachgefragt, was denn passiere, wenn der Schmetterling oder die Raupen nichts zu essen finden. Da kann Briese nur traurig mit dem Kopf schütteln. 2000 Schmetterlingssorten gibt es in Deutschland, 300 davon leben auch im Kreis Cloppenburg.

„Wir haben mit den Kindern schon vorher über das Leben der Schmetterlinge gesprochen“, erzählte Lehrerin Ulrike Rieger von den Vorbereitungen für den Vortrag. Die Schüler erweisen sich deshalb als sehr informiert. Mit gezielten Fragen wollen sie alles über die kleinen Falter erfahren.

„Eine Gefahr für Nachtfalter, sind helle Außenbeleuchtungen an Straßen oder im Garten“, weiß Briese, „am besten ist es, wenn man sich für ein gelbes Licht entscheidet, das zieht die Tiere nicht so stark an. Bei weißem Licht umflattern sie die Lampen, bis sie vor Erschöpfung sterben“. Gegen solche Gefahren helfen auch die Tarnungen der Schmetterlinge nichts. Im Moment halten sie sich übrigens auch eher verborgen. Das liegt jedoch nicht an Bedrohungen durch Feinde, sondern an der anhaltenden kalten Witterung. „Bei solchem Wetter verstecken sie sich unter Blättern“, so Briese.