Ramsloh/Hollen - Der nächste Schritt für den Bau einer neuen kommunalen Kita in Ramsloh-Hollen ist getan. Der Ausschuss für Jugend, Familie und Vorsorge sprach sich in seiner Sitzung am Mittwochabend im Rathaus in Ramsloh einstimmig für den Planentwurf und das Konzept des Architekturbüros Bocklage + Buddelmeyer aus Vechta aus. Damit einher geht die Empfehlung für einen Zugang vom Flur zu den Kleingruppenräumen und die Schaffung von circa 30 Parkplätzen. Weitere mögliche Änderungen im Planungsverlauf sind inbegriffen.

Auf dem 5095 Quadratmeter großen Grundstück an der Möhlenschleede 10 soll der neue, dreigruppige Kindergarten mit einer Kinderkrippe gebaut werden. Auch Raum für eine spätere Erweiterung der kommunalen Kita (zusätzliche Kindergartengruppe) soll es geben. Nach den städtebaulichen Vorgaben und jenen der Gemeinde soll die neu gebaute Einrichtung innen eine Nutzfläche von 900 bis 1000 Quadratmeter haben.

Besagtes Planungskonzept von Bocklage + Buddelmeyer hatten die Architekten Georg Bocklage und Annette Kramer in der Ausschusssitzung am 7. Juni vorgestellt. Auch die Planer 3D Architekturwerkstatt GmbH Bernd Norrenbrock (Scharrel), Reinhold Engelmann (Cloppenburg) mit prasch buken partner architekten partG mbH (Hamburg) sowie Frank von Garrel (Bösel) hatten ihre Konzepte für den Kita-Bau präsentiert. Neben dem Ausschuss hat sich der projektbezogene Arbeitskreis „Kindergartenneubau“ mit den vier Entwürfen befasst. In einem Bewertungssystem der Gemeinde (Baukosten, planerische Umsetzung, innere/äußere Gestaltung etc.) belegte Bocklage + Buddelmeyer mit 27 von 30 Punkten Rang eins. Je einen Punkt Abzug gab es bei den Baukosten, bei Bauunterhaltungskosten/Werthaltigkeit und dem Honorarangebot. Die geschätzten Kosten für den Planentwurf betragen mit Außenanlagen bisher 2,476 Millionen Euro. Das Architekturbüro habe große Erfahrung mit dem Bau von Kindergärten, so Erster Gemeinderat Wilhelm Hellmann. Mehr als 30 seien es bisher laut Büro (inkl. Erweiterungen etc.).

In dem Konzept von Bocklage + Buddelmeyer wird das Kita-Gebäude als eine Art „Riegel“ gestaltet. Es gibt drei Hauptbaukörper mit einer Außenfassade aus ortstypischem Klinker (Gruppeneinheiten, Personal- und Funktionsräume, Mehrzweckraum), die mit Pultdächern überdeckt werden und die zentrale Halle mit durchlaufendem Glasdach begrenzen. Der Mehrzweckraum rechts vom Haupteingang dominiert als besonderer Baukörper. Er kann für Abendveranstaltungen separat genutzt werden.

Der Grundriss ist übersichtlich gestaltet, so dass sich die Kinder leicht orientieren können. Jeder Gruppenraum ist direkt vom Spielplatz aus über einen Windfang als „Schmutzschleuse“ zugänglich. Die Gruppenräume sind nach Süden ausgerichtet und sollen Terrassen mit Dachüberstand bekommen. Die Krippengruppe hat einen separaten Eingang, ist aber auch von der Halle zugänglich.

Laut der allgemeinen Vorgaben sollen die Kita-Räume multifunktional nutzbar sein. Zusätzlich zu den drei 54 Quadratmeter großen Gruppenräumen im Kindergartenbereich soll es u.a. drei Kleingruppenräume (je 12,5 Quadratmeter) geben, einen Ruheraum für eine Ganztagsgruppe, einen Intensiv- und einen Mehrzweck-Bewegungsraum (Turnhalle). Auch eine Küche und einen Speiseraum (30 Quadratmeter) soll die neue Kita laut Vorgaben beinhalten. Für die integrierte Krippe ist ein 50 Quadratmeter großer Gruppenraum vorgesehen sowie u.a. ein Kleingruppenraum (12,5 Quadratmeter).

Nun muss der Rat am 18. Juli entscheiden, ob das empfohlene Kita-Konzept von Bocklage + Buddelmeyer umgesetzt werden soll. Der Baubeginn ist derzeit für den Herbst dieses Jahres geplant.

Sebastian Friedhoff