RAMSLOH - 500 Euro überreichte der Förderverein für die Umsetzung des neuen Pausenkonzeptes. Für das Geld wurden Spielgeräte gekauft.
von Hauke Gruhn
RAMSLOH - „Ein Fußball, bitte!“ „Einmal Stelzen!“ Viertklässler Björn hat gut zu tun in der ersten großen Pause. Diese Woche haben er und seine Klassenkameraden Michael, Jonas, Marcel und Cassandra nämlich Ausleihdienst und verteilen Bälle, Springseile, Softfrisbees und vieles mehr an ihre Mitschüler. Im Rahmen eines neuen Pausenkonzeptes, das die Schüler noch mehr in Bewegung bringen soll, wurden an der Grundschule Ramsloh neue Spielgeräte angeschafft. Möglich wurde dies durch eine 500-Euro-Spende des Fördervereins der Schule.Seit vergangener Woche wird das Konzept umgesetzt, die bisherigen Erfahrungen sind rundum positiv. „Die Kinder gehen sehr pfleglich mit den Spielgeräten um“, erzählt Schulleiterin Britta Tegelkamp. „Ein Vater hat sogar noch zusätzlich Stelzen für die Kinder angefertigt und gespendet.“
Das neue Konzept sieht vor, den Nachwuchs in den Pausen ordentlich in Schwung zu bringen: „Wir wollen damit die motorischen Fähigkeiten der Schüler fördern“, sagt Lehrerin Anika Kloth, die das Pausenkonzept entwickelte. „Außerdem sollen die Kinder das Prinzip der Ausleihe und den ordentlichen Umgang mit dem Spielgerät erlernen.“
Die Viertklässler sind als die ältesten Schüler für die Ausgabe und das Einsammeln des Geräts, welches in einem verschließbaren Schrank im Eingangsbereich der Grundschule aufbewahrt wird, zuständig. „Das klappt auch super, die Kinder teilen das vorhandene Spielzeug untereinander auf und halten die selbst aufgestellten Verhaltensregeln ein“, weiß Anika Kloth zu berichten. In jeder großen Pause stehen die Grundschüler nun um 9.45 Uhr Schlange. Damit nichts auf dem Schulhof verloren geht, sucht der Ausleihdienst das Gelände zum Ende der Pause noch einmal ab.
Bei der Anschaffung wurde besonders auf die Wetterfestigkeit des Spielgeräts geachtet: Outdoor-Tischtennisschläger, Hula-Hoop-Reifen, Lederfußbälle, Indiaca-Tennis-Spiele und so genannte „Catch-Bälle“ bringen die Schüler nun in Bewegung.
Dadurch, dass viele Spiele nur im Team gespielt werden können, soll auch das Sozialverhalten der Grundschüler trainiert werden.
