RAMSLOH - In der Luft liegt ein Duft von frisch gebackenen Crêpes. An den Wänden hängen Plakate von französischen Landstrichen und Berühmtheiten. Im Hintergrund führt eine Theatergruppe ein fremdsprachiges Stück auf. Die Anwesenden lachen, kosten und genießen. Sie lernen die Kultur unseres europäischen Nachbarn kennen.

Französische Spezialitäten

Die Einladung zum französischen Abend kam von den Französischlehrern- und -schülern der sechsten bis zehnten Klassen des Laurentius-Siemer-Gymnasiums in Ramsloh. Das Motto der Veranstaltung am Donnerstagabend lautete „Le Tour de France“.

Im Foyer des Gymnasiums sind Stände mit französischen Spezialitäten wie Baguette, Taboule, Tarte, Käse und Quiche aufgebaut. Jeder der vier Klassenräume ist so gestaltet, dass er eine Region widerspiegelt: Savoyen und Elsass, Südwestfrankreich, die Cote d’Azure, die Provence sowie die Bretagne. Jeder Besucher erhält durch Plakate, Modelle und Broschüren Informationen über Land und Leute. Den „Nichtfranzosen“ stehen die Französischschüler mit Rat und Tat beiseite: Sie übersetzen im Notfall französischsprachige Texte.

Kulturell begleitet wird die Veranstaltung durch mehrere Theater-, eine Tanz- und eine Gesangsaufführung. Schüler der Klasse 7c (kl. Bild) spielen einen Sketch zum Thema Parfüm. „Das Parfüm-Casting“ zeigt auf lustige Art, wie schwierig es ist, sich perfekt auf einem Laufsteg zu bewegen. Vor allem, ohne „Starallüren“ auszukommen.

Auch der Französisch-Unterricht wird auf unterhaltsame Art und Weise nachgespielt. Fast zum Ende treten noch einige Schüler auf, um das elsässische Lied „Der Hans im Schnookeloch“ zum Besten zu geben.

Idee zweier Lehrerinnen

Die Idee, einen französischen Abend zu veranstalten, hatten die beiden Lehrerinnen Verena Dycker und Christiane Rosenbaum schon länger gehabt. Umgesetzt werden konnte sie jedoch erst mit Hilfe der Fremdsprachenassistentin Audrey Riedinger. Die Elsässerin arbeitet seit Oktober am Gymnasium. Sie unterstützt die beiden Lehrkräfte bis zum Mai dieses Jahres.

„Durch Audrey wirkt so eine Veranstaltung authentischer“, sagt Rosenbaum.

Rund 150 Schüler bereiteten sich im Unterricht intensiv auf den Abend vor. Gemeinsam mit ihren Eltern und den Lehrkräften haben sie gekocht, gebacken und die Schule hergerichtet. Die großen Plakate haben die höheren Klassen angefertigt, während die sechsten und siebten Jahrgänge für die Gestaltung des Programms zuständig waren, berichtet Dycker. Besonders die jüngeren Schüler seien enthusiastisch bei der Sache gewesen.

Geld für den Unterricht

Was mit dem Geld geschieht, das man eingenommen habe, sei noch nicht klar. „Erst einmal hatten wir nur Ausgaben“, so Rosenbaum. Sollte etwas übrig bleiben, so solle das Geld auf alle Fälle dem Französisch-Unterricht zu Gute kommen, sind sich die drei jungen Lehrkräfte einig.