RAMSLOH - Schon seit Beginn des Schuljahres 2004/2005 praktizieren das Schulzentrum Saterland und das Gymnasium in Ramsloh, damals noch Außenstelle des Albertus-Magnus-Gymnasiums in Friesoythe, eine enge Zusammenarbeit. Jetzt haben die beiden Schulleiter, Manfred Broek (Realschule) und Reinhard Dreker (Gymnasium Ramsloh) ihre Unterschriften unter eine Kooperationsvereinbarung gesetzt, die dem Ganzen einen offiziellen Rahmen gibt.
Bisher beschränkte sich die Zusammenarbeit der beiden Schulen auf die beiderseitige Nutzung von Fachräumen, der Turnhalle und der Schwimmhalle. „Wir haben von Anfang ein kollegiales Miteinander gepflegt. Lösungen für Probleme wurden immer gemeinsam gesucht“, sagte Manfred Broek am Donnerstag bei der Unterzeichnung der Vereinbarung.
Mit der Kooperationsvereinbarung werden nun die Bereiche, in denen die Schulen „gemeinsame Sache“ machen, deutlich ausgeweitet. So haben jetzt die Schüler die Möglichkeit, an den jeweiligen Arbeitsgemeinschaften der Partnerschule teilzunehmen. Rund 200 Gymnasiasten haben sich mittlerweile schon für die zahlreichen Arbeitsgemeinschaften an der Realschule angemeldet, sagte Reinhard Dreker. Besonders gefragt seien die Kurse im Tastschreiben, die Theater-AG, Ballspiele und das Schwarzlichttheater. Andererseits können die Realschüler freie Plätze beim Schüleraustausch mit der französischen Partnerschule des Gymnasiums besetzen.
Drei Arbeitsgemeinschaften hat das eben erst eigenständig gewordene Gymnasium mit 291 Schülern im Angebot, 20 Arbeitsgemeinschaften bietet das Schulzentrum mit 700 Schülern an. „Das ist eine absolut gedeihliche Zusammenarbeit. Auch die beiden Kollegien arbeiten Hand in Hand“, erzählte Manfred Broek. Man wolle Interessen wecken und stärken. Und sei andererseits durch die Kooperationsvereinbarung auch versicherungstechnisch abgesichert.
Durch die vielfältigen Überschneidungen in den beiden Schulbetrieben haben die Jungen und Mädchen nicht nur große Auswahlmöglichkeiten, sondern auch engere Kontakte untereinander. „In den Pausen sehen wir immer, dass die Kinder beider Schulen auf dem Hof miteinander spielen. Da existieren Freundschaften ja manchmal schon seit dem Kindergarten“, so Dreker. In einem Punkt werden die beiden Schulen aber schon bald ein Stück weit auseinander rücken: Die räumliche Situation wird sich deutlich verbessern und entspannen, wenn das neue Gebäude für das Gymnasium fertiggestellt ist.
