RASTEDE - Was passiert eigentlich, wenn sich Zucker auflöst? Dieser Frage gingen am Freitagvormittag zehn Kinder bei einer Ferienaktion der Kreisvolkshochschule nach.
In der Alten Feuerwehr Rastede hat Barbara Adrian alles für die Steppkes bereit gelegt: Würfelzucker, Lebensmittelfarbe, Wasser, Teller und Pipette.
Die Kinder geben zunächst etwas Wasser auf die Teller. Dann behandeln sie ein Stück Würfelzucker mit gefärbtem Wasser und legen das Stück in die Mitte des Tellers.
Dank des Einfärbens sehen die Kinder, dass sich der Zucker rund um den zerfallenden Würfel gleichmäßig in alle Richtungen kreisförmig ausbreitet. Bei zwei Stücken Würfelzucker entsteht derweil eine klare Trennlinie.
Fasziniert beobachten die Kinder die Reaktion des Würfelzuckers. Um alles besser verfolgen zu können, greifen sie zu einer Lupe.
Der Versuch mit dem Würfelzucker ist allerdings nur eines von vier Experimenten, an denen sich die jungen Forscher an diesem Vormittag versuchen. Zuvor haben sie sich schon mit Farbkreiseln und einer geheimnisvollen Wasserleitung beschäftigt.
Nun wollen die Kinder zum Abschluss noch das Prinzip einer Lava-Lampe nachstellen. Barbara Adrian verteilt leere Plastikflaschen, mit Lebensmittelfarbe eingefärbtes Wasser, Speiseöl und eine Brausetablette. Das Wasser ist eingefärbt, damit man den Effekt besser sieht, sagt die Leiterin des Kurses.
Erst geben die Kinder Wasser in die kleinen Flaschen, darauf gießen sie das Speiseöl. Da es leichter als Wasser ist, schwimmt es oben. Dann lassen die Steppkes die Brausetablette in die Flasche plumpsen.
Die Tablette beginnt sofort ihre chemische Reaktion mit dem Wasser und setzt dabei ein Gas frei, erklärt Barbara Adrian. Da die Gasbläschen leichter als das Wasser und auch leichter als das Öl sind, steigen sie bis zur Oberfläche. Dabei transportieren sie Wasserteilchen durch das Öl hindurch. Erst ganz oben platzen die Bläschen, und das Wasser sinkt wieder auf den Boden der Flasche.
