RASTEDE - Gleich drei Projekte gefielen der Jury so gut, dass sie der Schule am Voßbarg einen Preis in Höhe von 3000 Euro zuerkannten. Gestern wurde der Erfolg gefeiert.

von wolfgang müller

RASTEDE - Mit dem „Zeugnis“-Sketch leitete die Plattdeutsch-Arbeitsgemeinschaft des Förderzentrums „Schule am Voßbarg“ die Feierstunde ein, und das Stichwort passte zum Ereignis. Der Oldenburger Verein „Paedale“ stellte der Schule nämlich ein hervorragendes Zeugnis aus, indem sie ihr einen Förderpreis in Höhe von 3000 Euro zuerkannte. Gestern überreichten Vorsitzender Wilm Renneberg und Ute Aderholz, Leiterin des Umweltbildungszentrums Ammerland, den Scheck.

„Paedale“, der an der Uni Oldenburg angesiedelte Förderverein für pädagogische Entwicklungen, würdigte mit dem Preis gleich drei Projekte an dieser Schule. „Morgens halb zehn am Voßbarg“ ist das Frühstück überschrieben, das seit fünf Jahren den Schülern im wahrsten Sinne des Wortes schmeckt. An jedem Morgen bereitet eine andere Klasse ein gesundes Schulfrühstück vor; verkauft werden pro Tag etwa 80 Portionen. Der Hausmeister unterstützt die Aktion.

Projekt Nummer 2 ist die Schülerfirma „Iss was“. Zweimal in der Woche bereiten Schülerinnen und Schüler der siebten und achten Klassen jeweils 30 gesunde, nahrhafte und preiswerte Mittagessen zu. Eine weitere Schülerfirma „Wäschepflege“ befindet sich in der Gründungsphase. Projekt Nummer 3 bilden die „Lesegeister“, die in Kindergärten ihre „Dienstleistung“, nämlich Vorlesen, anbieten.

Ute Aderholz hielt gestern die Laudatio und würdigte die hohe Verantwortung, mit der das Kollegium an dieser Schule jedes Kind fördere. Die Kinder würden die Projekte mitgestalten und so für das Leben lernen. „Die tolle Gemeinschaftsleistung“ hob auch Rastedes Bürgermeister Dieter Decker hervor. Elternratsvorsitzende Gerti Schäfer dankte für die ganzheitliche Förderung der Kinder: „Hier wird mit allen Sinnen, mit Herz, Kopf und Hand gelehrt und gelernt.“

„Wir fühlen uns hier sehr wohl“ bestätigte namens er Schülerinnen und Schüler Miriam Saße. Und sie wäre nicht Schülersprecherin, würde sie nicht gleichzeitig auch noch einen Wunsch äußern: „Wenn nun auch noch die Toiletten renoviert würden, würden wir uns noch mehr freuen.“

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der Musik-AG, deren Band ganz spontan und kurzfristig ein Musikstück einstudiert hatte.