Rastede/Hannover - Große Freude hat am Mittwoch bei Vertretern der Kooperativen Gesamtschule Rastede geherrscht. Die Schule erhielt im Gästehaus der Landesregierung in Hannover aus den Händen von Niedersachsens Schulminister Grant Hendrik Tonne (SPD) den mit 500 Euro dotierten Sonderpreis für Schulentwicklung im Zeichen von Friedens- und Demokratiebildung.
Die KGS Rastede veranstaltet seit 1998 in einer „AG für den Frieden“ Aktionen zu den Themenfeldern Sinti und Roma, Juden und Antisemitismus, Kampf gegen den Rechtsextremismus, Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage und setzt sich dadurch auf vielfältige Art und Weise für eine Welt in Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und Glück ein. In der Arbeitsgemeinschaft sind Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge acht bis zwölf aktiv. Dieses „nachhaltige, langjährige und vielfältige Engagement“ der Schülerinnen und Schüler hat die Jury in besonderer Weise beeindruckt und wurde daher mit einem Sonderpreis gewürdigt.
AG-Leiter Michael Luttmer sprach im Anschluss an die Preisverleihung von einer „schönen Anerkennung auf Landesebene“, zeigte sich aber auch selbstbewusst: „Unsere langjährigen Anstrengungen und Beiträge zur politischen Bildung haben es durchaus verdient, gewürdigt zu werden.“ Auch der Austausch mit anderen Preisträgern in Hannover sei eine Bereicherung gewesen.
„Als Kultusminister setze ich mich insbesondere dafür ein, dass unsere Schulen zu einem Ort gelebter Demokratie werden, in dem alle die gleichen Chancen auf eine gute Bildung haben“, betonte Tonne bei der Preisverleihung und fügte hinzu: „Die ausgezeichneten Schulprojekte setzen sich mit der Vorbeugung von Gewalt, dem Einsatz für Zivilcourage und Völkerverständigung, der Förderung des ehrenamtlichen Engagements oder der Aufarbeitung von Terrorherrschaft und Diktatur auseinander. Dieses Engagement ist heute wichtiger denn je.“
