RASTEDE/HEIDKAMP - Am ersten Praktikumstag der 11. Klassen der KGS Rastede musste Nicole Franze genauso früh aufstehen wie sonst, doch der Weg, den sie morgens normalerweise zur Schule nimmt, war ein anderer – es ging zu „Arcus Werbung" in Leuchtenburg. Dieser erste Tag verlief genauso, wie sie sich ihn vorgestellt hatte. „Ich wurde freundlich aufgenommen und auch sofort in die Arbeiten mit einbezogen.", sagt sie: „Die Arbeitszeiten sind praktisch gleich mit den Schulzeiten, da wir in der 11. Klasse schon viel Nachmittagsunterricht haben. Allerdings gibt es nicht so viele Pausen, von daher ist der Rhythmus schon ein anderer." Das sagt auch Kerstin Fennen, die für zwei Wochen jeden Morgen nach Oldenburg fährt, um bei „Terra Raumgestaltung" mitzuhelfen: „Es ist schade, dass das Praktikum nur zwei Wochen dauert. Eine oder zwei Wochen länger würden einen viel besseren Einblick in die Firmen möglich machen“.
Viel Spaß hat Laura Korte im Kindergarten in Heidkamp – ein Integrationskindergarten, indem man sie auch viel über den Umgang mit behinderten Kindern erfährt. „Die Arbeit macht mir Spaß, da man selber wieder ein bisschen Kind sein kann. In einem Praktikum lernt man einen Beruf eher einzuschätzen. So kann man leichter entscheiden, ob man diesen später auch ergreifen möchte. Ich könnte mir diesen Beruf gut vorstellen. Schade ist allerdings, dass dies für viele – wie auch für mich – das erste Praktikum überhaupt ist, da das ehemals auch für die 9. Gymnasialklassen angebotene Praktikum gestrichen wurde. Es gibt auch Schüler, die schon nach der 10. Klasse die Schule verlassen und überhaupt keinen Einblick in das Berufsleben bekommen konnten. Daher sollte man auch schon in den Ferien freiwillige Praktika absolvieren", sagt Laura Korte.
