RASTEDE - Bienen umschwärmen den „Globolog“. Die Kooperative Gesamtschule in Rastede hat mit dem internationalen Projekt Freunde gewonnen.
von wolfgang müller
RASTEDE - International war der Besuch, den die Kooperative Gesamtschule (KGS) Rastede gestern erhielt. Seit zwei Jahren beteiligt sich die Schule am „Globolog“, einem Projekt, das Schulen in Nord und Süd vernetzt. Nur fünf Schulen aus Niedersachsen hatten damals unter Hunderten von Bewerbern den „Zuschlag” bekommen – Rastede war dabei.Gestern sah sich ein internationales Team an, was daraus geworden ist. Uwe Erbel vom Oldenburger „Ibis“ (Interkulturelle Arbeitsstelle), Maren Patricia Aguirre (Universidad tecnica del Norte, Ibarra, Ecuador), Victoria Shukat und Ashot Ayrapetyan (Zentrum für interethnische Kooperation, Moskau), Jake Abraham (Schulleiter der Nyaka Maseko High School in Mabopane, Südafrika) und Violet Kajubiri-Froelich (Deutschland/Uganda) ließen sich von den Rasteder Projektbetreuern Udo Brüning, Susanne Kahlen und Dr. Elisabeth Stinshoff sowie vom Vorsitzenden des Imkervereins Rastede/Elsfleth, Günther Wassermann, die Rasteder Aktivitäten erläutern.
Rastede kooperiert mit einer Schule im Raum San Francisco Libre, jener Stadt, zu der die KGS seit vielen Jahren Kontakte unterhält. Im Mittelpunkt stehen die Bienen. Zwei Völker schwärmen im Schulgarten aus. Und dem sprichwörtlichen Fleiß der Bienen schlossen sich die Kinder an. Sie schrieben „Steckbriefe” über sich, beschäftigen sich intensiv mit der Imkerei, lernten die Probleme der „Dritten Welt” kennen und setzten sich mit Möglichkeiten zur Hilfe auseinander – beispielsweise die Vermarktung von Honig.
Der Austausch erfolgt per E-Mail. Und weil es in San Francisco Libre selbst keine Netzverbindungen gibt, vermitteln Zivildienstleistende dort den notwendigen Datenaustausch. Im Rasteder Schulgarten mit den buchstäblich völkerverbindenden Bienenhäusern steht übrigens, unabhängig von dem neuen Projekt, auch das „Insektenhotel”. Über den Unterricht hinaus engagiert sich ein Arbeitskreis, geleitet von Günther Wassermann, in Sachen Imkerei.
Die Gäste aus den verschiedenen Nationen besuchen zur Zeit einen Bildungskongress in Hannover
Die Überraschung am Rande der Veranstaltung: Als sie in der KGS an der Wilhelmstraße auf die „Kinderkulturkarawane“ trafen, die sich gerade in einem Workshop präsentierte, erkannten die südafrikanischen Jugendlichen sofort den Pädagogen Jake Abraham – er ist Lehrer an der Nachbarschule
