Rastede - „Gelassenheit üben – eine Haltung für das ganze Leben“ war das Thema des 10. Oldenburger Hospiztagung, der kürzlich im Evangelischen Bildungshaus in Rastede stattfand.

Oberkirchenrat Detlef Mucks-Büker hob in seinem Grußwort die große Bedeutung der ehrenamtlichen und hauptamtlichen Hospizarbeit in der Begleitung sterbenskranker und trauernder Menschen hervor. Er bedankte sich bei den Teilnehmenden der Tagung für ihr hohes Engagement.

Thematisch eingestimmt wurden die rund 40 Teilnehmenden von dem Logotherapeuten Manfred Hillmann. Auf der Basis des von ihm mit verfassten Buches „Gelassenheit und Sterben“ referierte er über die Zusammenhänge von Demut, Hochgemutheit, Stille und Gelassenheit.

Drei thematische Workshops mit Referentinnen am Vormittag boten Gelegenheit, sich mit Sterbewünschen als Herausforderung in der Begleitung und Trauer zu beschäftigen. Was können wir vom Tod lernen, um erfüllt zu leben? Dieser Frage ging Dr. Gerlinde Geiss-Meyer mit den Hospizlerinnen und Hospizlern nach. Am Nachmittag boten Workshops kreative und meditative Zugänge, diese vertieften den persönlichen Zugang zur eigenen Gelassenheit.

„Ich kann so viel mitnehmen nach dieser Tagung – für mich persönlich und für meine Arbeit im Hospizdienst“, zog eine Teilnehmerin Bilanz.

Pfarrerin und Krankenhausseelsorgerin Evelyn Freitag, die seit vielen Jahren in Kooperation mit der Leiterin des Ev. Bildungshauses Rastede, Pfarrerin Martina Rambusch-Nowak, diese Tagung durchführt, freute sich über die hohe Beteiligung. Die 11. Oldenburger Hospiztagung vom 16. Bis 18. August 2019 im Evangelischen Bildungshaus Rastede ist bereits geplant.