RASTEDE - Drei Freundinnen und ehemalige Klassenkameradinnen treffen sich in einem Rasteder Geschäft. Es folgt ein kurzes Pläuschchen und schon ist sie da: die Idee zum Klassentreffen der Abschlussklasse 1957 der Volksschule Rastede. „Es war einfach nötig, haben wir uns gedacht“, erklären Inge Terwey, Heidi Hass und Wiebke Lehn.
Und jetzt war es soweit, die Abschlussschüler/innen von 1957 der damaligen Volksschule fanden aus allen Winkeln Deutschlands den Weg nach Rastede. Den weitesten Weg hatte Alexander Steinke für das Treffen zurückgelegt. Er ist 600 Kilometer aus Ebermannstadt (bei Erlangen) gefahren, um seine früheren Klassenkameradinnen und Klassenkameraden wiederzusehen. Nach herzlichen Begrüßungen und vielen Umarmungen ging es für die „57er“ gemeinsam mit Hausmeister Horst Steenken durch das Schulgebäude an der Feldbreite. Gleich am Anfang sorgte das moderne und freundliche Forum der Schule für staunende Blicke. Angekommen in den Klassenräumen durften alle Ehemaligen, wie in alten Zeiten, Platz nehmen – Zeit zum ersten Gedankenaustausch. „Früher saßen die Jungs in der Mitte und wir Mädchen links und rechts, so hatten wir einen guten Blick auf die Männer“, erzählt Inge Terwey. In der nächsten Ecke plaudern die Kumpels von früher über die Klassenfahrt nach Ostrittrum. „Wir sind mit dem Bus in Rastede
gestartet und bis Huntlosen gefahren, dort mussten wir aussteigen und mit unserem Gepäck bis nach Ostrittrum wandern. Ein harter Fußmarsch für uns alle“, erzählt Hartmut Gloede (alias 'Kullerkeks', wie ihn seine Mitschülerinnen und Mitschüler noch heute nennen), „Zähne putzen und Waschen mussten wir uns in der Hunte. Außerdem mussten wir Jungs im Zelt schlafen und die Mädchen im Landschulheim. Eine unvergessliche Fahrt". Auf der anderen Seite des Klassenraumes wird gerade über die alten Lehrer geflaxt. Sehr beliebt und auch unvergessen scheint dabei „Lehrer Kamps“ zu sein. „Wenn wir keine Lust mehr hatten, dann haben wir einfach vom Krieg angefangen. Kamps hat so die ganze Stunde erzählt und erzählt.“
Nach der Führung durch das Schulgebäude, das nach Aussage der Ehemaligen Schülerinnen und Schüler übrigens noch die selben Türen hat wie früher, ging es für die Abschlussklasse in einem kurzen Spaziergang zum „Hof von Oldenburg“. Bei Kaffee und Kuchen wurde weiter über die alten Zeiten geplaudert, außerdem wurden viele Telefonnummern und Adressen ausgetauscht.
