RASTEDE - Welche Aufgaben haben in einem Bienenvolk eigentlich die Arbeiterinnen, die Drohnen und die Königin? Nicola Reershemius kennt die Antwort. Sie ist nicht nur Lehrerin an der KGS Rastede, sondern auch Imkerin.
Sie betreut eine der 17 Stationen im Schlosspark, die an diesem Dienstagvormittag Bestandteil der Waldjugendspiele sind. Gut 300 Sechstklässler erleben zum Abschluss der Unterrichtseinheit „Ökosystem Wald“ die Natur mit allen Sinnen.
Überall gibt es etwas zu hören, zu sehen und auch zu riechen. „Ich habe da vorne an einer Nelke gerochen“, ruft Philipp (12) begeistert. An anderen Stationen sollen die Schüler zum Beispiel Vogelstimmen erkennen oder Pflanzen bestimmen.
Zum ersten Mal beteiligt sich die Wildtierauffangstation an den Waldjugendspielen. „Man kann Kinder nicht früh genug an die Natur heranführen“, sagt Klaus Meyer und fügt an: „Viele haben den Bezug zur Natur heute leider verloren.“ Er zeigt den Schülern an seiner Station zwei lebende Tiere: einen Uhu und einen Wanderfalken, die das Geschehen um sie herum mit wachem Blick verfolgen.
„Das ist ein echter Gewinn“, findet Lehrerin Isabel Lisbach, die mit ihrer Kollegin Marianne Zachert die Waldjugendspiele organisiert. Die beiden sind an diesem Vormittag mit ihren Fahrrädern im Schlosspark unterwegs, um rasch zu allen Stationen gelangen zu können.
Nahe des Hirschtores hat der Hegering Rastede-Süd einen Stand aufgebaut. „Wir erklären den Schülern, welches Wild es hier bei uns gibt“, sagt Hegeringleiter Wilfried Müller. „Wir versuchen, den Jüngeren die Natur näherzubringen und erklären ihnen, warum wir jagen“, ergänzt Jäger Edgar Lüers. Der Hegering setze sich auch für den Naturschutz und die Hege und Pflege der Natur ein, erfahren die Schüler.
Dass die Mädchen und Jungen hier auch selbst Hand anlegen können, erfahren sie an einer weiteren Station. Dort geht es um das Thema Müll. „Wir erklären den Schülern, was organischer Müll ist, der liegenbleiben kann, und was alles nicht in den Wald gehört“, berichtet Isabel Lisbach. So könnten die Schüler selbst zu fleißigen Bienen werden. . .
