Rastede - Es wird geschnippelt, Saft gepresst, gekocht, ein Biohof und der Wochenmarkt besucht – die Projektwoche an der Grundschule Feldbreite befasst sich in dieser Woche mit dem Thema „Gesund und bewegt durch die Schule“. Alle vier Jahre greifen die Pädagogen dieses Thema auf, damit jeder Grundschüler einmal in der Schule lernt, wie der Körper gesund gehalten wird, wie gesunde Ernährung aussieht und was in Lebensmitteln steckt. Und auch die Zahngesundheit spielt in dieser Woche eine wichtige Rolle.
Ernährung wichtig
„Die Themen werden in der Dienstbesprechung abgeklärt und die Jahrgangsteams sprechen sich dann untereinander ab“, erläutert Schulleiterin Anna Hobusch. Auch sonst werde gesunde Ernährung in der Grundschule großgeschrieben. In den Klassen findet häufig ein gesundes Frühstück statt und auch der Schulkiosk bietet keine stark zuckerhaltigen Getränke wie Fruchtsäfte an. „Wenn sich die Kinder eine Woche lang mit dem Thema beschäftigen, erleben sie es ganz anders. Sie können experimentieren, in Teams arbeiten und praktisch handeln. Diese Auseinandersetzung ist viel nachhaltiger“, erläutert die Rektorin den Vorteil einer Projektwoche. In der Schule gibt es außerdem eine Arbeitsgemeinschaft „Kochen“. Dort werden Gerichte ausprobiert, die dann häufig von den Schülern zuhause nachgekocht werden. Jedes Jahr organisiert die Schule eine solche Schwerpunktwoche. Am Freitag sollen die Ergebnisse in einer Präsentation vorgestellt werden.
In der Klasse 4c geht es hoch her. An den kleinen Tischen werden Gurken geschnitten, Möhren und Kohlrabi geschält. Die Mädels kümmern sich um den Dip für das Gemüse. Es werden frische Kräuter geschnitten und in den Quark gerührt. „Die Überernährung nimmt zu. Zunehmend mehr Familien bereiten ihr Essen gar nicht mehr selber zu, sondern nutzen Fertigprodukte“, so Hobusch. Auf dem Speiseplan steht in dieser Woche neben Quark auch eine vegane Bolognese.
Denn die drei vierten Klassen stellen sich die Frage: „Muss es immer Fleisch sein?“ Die Kinder sollen die Herkunft des Fleisches kennenlernen und haben dazu auch den Biohof Bakenhus besucht und sich mit den Lehrern über artgerechte Tierhaltung und Alternativen zum Fleischkonsum unterhalten.
Stolze Schüler
Den Schülern der 4c bereitet das Schneiden von Gemüse und das Anrühren des Quarks sichtliche Freude. Stolz recken sie die Schüsselchen mit dem fertigen Gemüse in die Höhe. „Guck mal – das habe ich ganz alleine geschnitten“, ruft ein Knirps seiner Klassenlehrerin Frau Finch entgegen.
Und auch in der Klasse 3b geht es an diesem Morgen ganz schön rund. Hier soll ein Nudelsalat selber gekocht werden. Die Kinder haben ihre Schneidebretter, Messer und Gemüseschaler von zuhause mitgebracht. Den Schülern wurde das Rezept erklärt und auf die Frage von Schulleiterin Anna Hobusch, was den in den Salat gehört, schnellen viele kleine Arme nach oben.
„Nudeln, Tomate, Gurke, Möhre, Mini-Tomaten, Käse...“, überlegt ein Schüler. „Und Senf“, hilft eine Mitschülerin auf die Sprünge.
Die Nudeln sind bereits gekocht, dann geht es ans Putzen, Waschen und Schneiden des Gemüses. Auch die Drittklässler sind konzentriert bei der Arbeit – schälen, schneiden und raspeln, als hätten sie nie etwas anderes gemacht.
Einen Ernährungsführerschein absolvieren die Schüler der dritten Klassen in dieser Woche, die Klasse 2c beschäftigt sich mit dem Kürbis, die ersten Klassen behandeln alle Themenbereiche rund um den Apfel und die Klassen 2a und 2b haben jeweils die Schwerpunkte „Energie tanken und Energie verbrauchen" sowie „Gesunde Nahrung und Fitnesstagebuch“. Am Freitag werden die Ergebnisse dann ab 15 Uhr in der Grundschule präsentiert. Dazu sind Eltern, Freunde und Geschwister eingeladen.
