RASTEDE - Rasteder Schulen sind berühmt. Wurde die Förderschule am Vossbarg im vergangenen Jahr zweitbeste Schule Deutschlands beim Wettbewerb der Robert-Bosch-Stiftung (Prämie 25 000 Euro), wurde die Kooperative Gesamtschule Rastede jetzt mit einer Fördersumme von 17 698 Euro belohnt: für die Qualität und das Engagement der Schülerfirmen, die seit vier Jahren imHauptschulbereich aktiv sind.
„boje“ – „Berufliche Orientierung für jugendliche Einsteiger“ – ist die Initiative des Projekt-Wettbewerbes der Sparda-Bank Münster überschrieben, die den Einzugsbereich dieser Aktion über die Region hinaus erstreckte.
Platz „ganz oben“
Insgesamt 180 000 Euro an Fördergeldern wurden ausgelobt; sie werden unter 19 Bewerbern verteilt. Welchen Platz die Rasteder KGS einnimmt, erfährt sie Ende September. Doch die Lehrkräfte gehen bei dieser Summe schon rechnerisch von einem der Ränge „ganz oben“ aus, erklärt die Schulleitung.
Gefördert werden Konzepte, „die die Ausbildungsreife fördern und die Berufswahl unterstützen, die die Jugendlichen zu eigenen Aktivitäten und zur Übernahme von Eigenverantwortung anleiten“. Und bewertet wurden u.a. die Originalität des Konzeptes, das Verhältnis Nutzen und Einführungsaufwand, die Nachhaltigkeit und die Ermunterung zur Eigeninitiative.
Die Rasteder KGS beteiligte sich mit einem Produkt, das einen Siegeszug durch alle Schulen antreten könnte. Es handelt sich um Brettspiele, mit denen die Bereiche Organisation, Geschäftsführung, vom Auftrag zum Produkt, Rechtsfragen, Inventur, Marketing, Buchführung, Finanzierung, Materialwirtschaft und Lagerhaltung auf ebenso unterhaltsame wie spannende Weise vermittelt werden.
Auch für den Unterricht
Beteiligt an dem Projekt waren Lehrerinnen und Lehrer der KGS, Lehrende und Studierende des Instituts für ökonomische Bildung an der Carl von Ossietzky-Universität. Die Spiele können nicht nur im Rahmen der Schülerfirmen eingesetzt werden, sondern auch im Wirtschaftsunterricht.
Mit Leben erfüllt
„Damit ist der zwischen der KGS und dem Institut geschlossene Kooperationsvertrag mit Leben erfüllt – und auch noch preisgekrönt worden“, bemerkte Schulleiter Gerd Kip bei der Vorstellung des Projektes gegenüber der NWZ . „Das Spiel erlaubt weitere Möglichkeiten innerhalb unserer Schülerfirmen – so könnte ’CbyG’ die Verpackung herstellen“, blickte Hauptschulleiter Gerold Windels voraus, der mit Jörg Lehmann das Projekt betreute. Prof. Manfred Hübner würdigte die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Schule und Universität.
Schülerfirmen an der KGS Rastede
