RASTEDE - Schüler in Bewegung: Wer sich am Freitagvormittag in den Rasteder Schlosspark verirrte, musste sich erst einmal seinen Weg zwischen den vielen Mädchen und Jungen hindurch bahnen. Denn rund 1500 Schüler der KGS Rastede nahmen am vierten Sponsorenlauf der Gesamtschule teil. Auf einem zwei Kilometer langen Rundweg joggten und gingen die Kinder und Jugendlichen über die Waldwege – einige waren sogar auf dem Einrad unterwegs. Das Ziel: Möglichst viele Runden hinter sich bringen – um hinterher möglichst viel Geld bei Sponsoren einsammeln zu können. Das Motto: „Wir bewegen uns – wir bewegen was.“ Damit ist die KGS Teil des „Bewegte Schule“-Projekts des Landes Niedersachsen.

„Wir haben vor, unserer Schule das Gesicht ,bewegte Schule’ zu geben“, erklärte denn auch Lehrer Ulrich Berger vom Organisationsteam. „Und dafür braucht man Startkapital.“ Die Schule hoffe, mit dem Geld Fitnessgeräte für den Schulhof kaufen zu können, an denen die Mädchen und Jungen in den Pausen turnen können.

Damit wolle man die Schüler motivieren, sich zwischen den Stunden für die nächste geistige Aufgabe fit zu machen, sagte Rektor Gerd-Joachim Kip. Zudem werde ein junger Mann ein freiwilliges Soziales Jahr an der KGS absolvieren und zusätzliche Pausenangebote organisieren – zum Beispiel eine Spielausleihe. Welches Gerät letztendlich auf dem Pausenhof landet und wie groß das Angebot sein wird, hängt jedoch von den Finanzmitteln ab, über die die Schule verfügen kann. Und so legten sich am Freitag von Unter- bis Oberstufe alle ins Zeug, um möglichst viel Geld zu erlaufen.

„Ein Schüler aus der 5a1 ist 24 Kilometer in zwei Stunden gelaufen“, meinte Berger – da ist der Junge fix unterwegs gewesen. Die meisten anderen haben zwischen acht und zehn Kilometer angepeilt, so wie Mattis und Arend zum Beispiel. Die beiden Achtklässler haben Heftpflaster im Gesicht, in einer Schubkarre schieben sie den schwer bandagierten Keno. Für einen Fotowettbewerb, erklärten sie. Denn die Klasse mit dem kreativsten Outfit gewinnt noch einmal 100 Euro extra. „Acht Kilometer mit der Schubkarre“, nennt Arend sein Ziel für diesen Freitag. Dafür zahlen ihm seine Eltern als Sponsoren pauschal fünf Euro. Andere werden auch nach Kilometern bezahlt.

Bevor die Schule jedoch weiß, wie viel Geld zusammengekommen ist, dauert es noch ein paar Tage. Erst einmal muss ausgewertet werden. Aber: „Wir hoffen auf 20 000 Euro“, so Berger.