RASTEDE - Plattdeutsch spricht Annelene Gertje schon so lange sie denken kann. „Ich komme aus einem plattdeutschen Haushalt“, sagt die 62-Jährige aus Bokel, deren Mutter früher plattdeutsche Geschichten verfasste. „Hochdeutsch war sozusagen meine erste Fremdsprache“, fügt sie hinzu.
Als sie Ende der 1990er Jahre gefragt wurde, ob sie an den Schulen in der Gemeinde Plattdeutschunterricht geben möchte, sagte sie denn auch gleich zu. „Ich möchte die plattdeutsche Sprache erhalten. Am besten kann man die Sprache weitergeben, wenn man sie den Kindern beibringt“, erklärt Annelene Gertje.
Seit 1999 unterrichtet sie nun schon als Honorarkraft an den Grundschulen Feldbreite, Kleibrok und Hahn- Lehmden sowie an der Schule am Voßbarg. Ehemann Johann leitet eine Plattdeutsch-AG an der Grundschule Leuchtenburg.
Ihr Unterricht zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass Annelene Gertje viele spielerische Elemente einbringt. Kleine Theaterstücke gehören ebenso dazu wie ein gemeinsamer Einkauf oder der Besuch auf einem Bauernhof. „Die Kinder sollen sich trauen, die plattdeutsche Sprache auch zu sprechen und sie nach außen zu tragen“, erläutert die 62-Jährige. Sie möchte nicht, dass nur innerhalb des Unterrichts „platt gesnackt“ wird.
Einige ihrer Schüler beherzigen dies bereits und bewährten sich jüngst auch auf Kreisebene. Beim plattdeutschen Lesewettbewerb mit mehr als 300 Schüler aus dem Ammerland (
