Rastede - Spätestens zum Beginn des Schuljahres 2019/ 2020 soll die Gemeinde Rastede den Rasteder Schulen einen Systemadministrator zur Verfügung stellen. Das hat am Montagabend der Schulausschuss nach einem Antrag der SPD-Fraktion einstimmig empfohlen. Der Systemadministrator soll sich um Betreuung, Wartung und Reparatur der Computersysteme und Netzwerke an der Kooperativen Gesamtschule, den sechs Grundschulen und an der Förderschule am Voßbarg kümmern.
Auf Anregung der Grünen wurde die Verwaltung – ergänzend zum Antrag der SPD – aufgefordert, die Anforderungen sowie den Umfang und Kostenrahmen einer verlässlichen Systembetreuung zu prüfen. Hintergrund: Es ist derzeit noch unklar, wie groß der Zeitaufwand für einen Systemadministrator sein wird und welche konkreten Aufgaben auf ihn zukommen werden.
Saskia Duin-Lay, Lehrervertreterin im Schulausschuss, hatte in der Sitzung gesagt, dass mindestens eine Person benötigt werde. Allein an der KGS sei der Bedarf so groß, dass dort schon ein Systemadministrator benötigt werde. Zuvor hatte auch Fachbereichsleiterin Sabine Meyer dargestellt, dass alle Rasteder Schulen im Bereich der Systembetreuung Unterstützung angefordert hatten. Jan Hoffmann (Grüne) machte daher deutlich, dass eine verlässliche Verfügbarkeit eines Systemadministrators während der Schulzeit erreicht werden müsse.
In einem weiteren Antrag der SPD, der bereits aus dem März dieses Jahres stammt, ging es um die Digitalisierung der Schulen. Einstimmig folgte der Ausschuss dem Vorschlag, dass die Rasteder Schulen an ein leistungs- und zukunftsfähiges Breitbandnetz angeschlossen werden sollen und dass im Dialog mit den Schulen die Rahmenbedingungen für eine „Digitale Schule“ geschaffen werden sollen. Diese sollten dann in Konzepte für die jeweiligen Schulen münden.
Ergänzt wurde der Antrag um den Auftrag an die Verwaltung „über die aktuellen Haushaltsberatungen hinaus“ die Kosten für ein weitergehendes Ausstattungskonzept zu ermitteln. Dirk Bakenhus (UWG) stellte nach Hinweisen der Lehrer fest, dass die Schulen für das Jahr 2019 eher bescheidene Bedürfnisse angemeldet hatten und ruhig noch etwas mehr fordern könnten. Geschäftsbereichsleiter Fritz Sundermann bestätigte, dass die Schulen mit Blick auf den Haushaltsausgleich maßvoll gewesen seien bei den Mittelanmeldungen.
Wilhelm Janßen (SPD) war es wichtig, dass alle Schulen zeitnah mit ausreichend Endgeräten wie Beamern, Dokumentenkameras etc. ausgestattet werden. Grünen-Ausschussmitglied Hoffmann wies darauf hin, dass das reine Kaufen solcher Geräte noch keine Digitalisierung darstelle. Man müsse diesen Vorgang auch mit einem pädagogischen Konzept untermauern.
Beide Anträge kommen am 20. November noch einmal im stets nichtöffentlich tagenden Verwaltungsausschuss auf den Tisch. Das Gremium hat in beiden Fällen das letzte Wort.
