RASTEDE - Eine Lehrerin ignoriert eine ausländische Schülerin, die neu in die Klasse gekommen ist. Das tolerieren die übrigen Schüler nicht. Sie schließen sich in einem Akt der Solidarität zusammen und sorgen so für ein Umdenken bei der Lehrerin.
Für diese kurze Episode hat die Klasse 6B3 der KGS Rastede am Dienstag den Bartholomäus-Schink-Preis erhalten. Der Filmbeitrag mit dem Titel „Eulensteins dunkle Seite“ gefiel der Jury am besten.
Die Schülerinnen Mareile Krämbring, Franziska Reins und Annabell Fiebig sind ebenfalls mit dem Förderpreis ausgezeichnet worden. Sie hatten einen Film mit dem Titel „Zeig Rassismus die rote Karte“ eingereicht. Für die beiden ersten Plätze gab es jeweils einen Geldpreis. Alle Schüler erhielten darüber hinaus ein Buchpräsent.
Wie Thorsten Meyer, Fachbereichsleiter Sozialwissenschaften, bei der Preisverleihung in der Neuen Aula mitteilte, waren sechs Beiträge eingegangen.
In seiner Begrüßung sagte der didaktische Leiter der KGS, Dr. Arnold Bettien, dass es an der Schule sowohl viele Kinder gebe, die nicht in Deutschland geboren seien, als auch Lehrer, die zum Beispiel aus Irland, England, Russland, Rumänien, der Türkei oder Polen stammen. „Was wissen wir von ihren Heimatländern, den Lebensbedingungen und ihrer Religion“, fragte Bettien.
73 Schüler hatten sich nach Angaben von Meyer an dem Wettbewerb beteiligt und insgesamt sechs Beiträge eingereicht. Er richtete einen besonderen Dank an seine Lehrerkollegen, da dieses Projekt nebenher laufe, „weil im Unterricht keine Kapazitäten“ dafür frei seien.
Er wies auf einen Projekttag am 13. Oktober an der KGS hin, an dem die ganze Schule zu Themen wie Rassismus, Courage und Toleranz arbeiten werde. Michael Luttmer, Leiter der Schul-AG für den Frieden, erläuterte, was Rassismus eigentlich ist.
Gefördert wurde der Preis in diesem Jahr von Rüdiger Kramer, Wilhelm Janssen (beide SPD), Gerd Langhorst (Grüne) und Uwe Ahlers vom Förderverein der KGS Rastede.
