RASTEDE - „Ich geh’ zur U! und Du?“ war die Aktion überschrieben, die die Rasteder Kindergärten gemeinsam starteten – und damit ein Pilotprojekt im Landkreis Ammerland umsetzten. Geschlossen beteiligten sich die „Kitas“ an einem Programm der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, mit dem die Teilnahme an den Früherkennungsuntersuchungen im Kindesalter erhöht werden sollen. Das Gesundheitsamt des Landkreises Ammerland hatte die Aktion in die Rasteder Kindergärten getragen, wo sie erfolgreich umgesetzt wurde.
Bis zu 80 Prozent der Eltern, in manchen Einrichtungen sogar noch mehr, hatten in den Kindergärten die Vorsorgehefte mit den Untersuchungen von „U1“ bis „U9“vorgelegt. Waren die Untersuchungen erfolgt, gab es zur Belohnung T-Shirts, die von den Mädchen und Jungen mit Stolz getragen wurden und werden. Außerdem beteiligten sich die Kindergärten mit einer Fotocollage – jeder Kindergarten hatte passend zum Wettbewerb „Ich geh zur U! . . . “ einen Buchstaben gebastelt. Das Ergebnis steht noch aus, die Sieger werden später bekannt gegeben.
Bilanz der Aktion zogen Dr. Elmar Vogelsang, Leiter des Gesundheitsamtes, Astrid Jeschke-Czuprynski, Kinderärztin beim Landkreis Ammerland, Dr. med. Ines Tiedemann, Wiefelsteder Kinderärztin, Anne Ahlers-Bolting vom Familienservicebüro der Gemeinde Rastede und die Leiterinnen der Kindergärten in der Gemeinde Rastede in einer Pressekonferenz am Donnerstag im Kindergarten Neusüdende; Jutta Thiel, diese Einrichtung leitete, hatte die Koordination der Aktion übernommen, „die im Landkreis Ammerland schon den Charakter eines Pilotprojektes hat“, so Astrid Jeschke-Czuprynski. Dass die Vorsorgeuntersuchungen zugenommen haben, bestätigte auch Dr. Tiedemann. Nur einige wenige Eltern konnten mit dem Projekt dennoch nicht erreicht werden. „Manche halten die Untersuchungen für nicht nötig – ebenso wie manche Eltern ihre Kinder nicht impfen lassen“, hieß es seitens der Mediziner, die verdeutlichten: „Defizite bei den Kindern können schon früh erkannt, Fehlentwicklungen korrigiert werden.“ Bei
Schuluntersuchungen zeige sich immer wieder, dass die Kinder, die regelmäßig untersucht worden seien, weniger Defizite aufweisen als Kinder ohne Untersuchungen. Die Erzieherinnen wollen auch nach Abschluss der Aktion das Thema Vorsorgeuntersuchungen im Blick behalten und mit den Eltern die notwendigen Gespräche führen.
