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Waldjugendspiele Wer macht da so große Augen?

RASTEDE - Heimisch ist der Bartkauz nicht im Rasteder Schlosspark. Bei den Waldjugendspielen der sechsten Klassen der Kooperativen Gesamtschule am Dienstagvormittag avancierte der Vogel aber dennoch zum Star bei den Schülern.

Klaus Meyer, Leiter der Wildtierauffangstation, hatte das putzige Tier mitgebracht. Erst vor kurzem war es bei ihm in der Station geschlüpft. „Darf ich den mal streicheln?“, fragte eine Schülerin und streckte zögerlich die Hand nach dem Kauz aus. Auch auf den Uhu und den Wanderfalken, die Meyer mitgebracht hatte, warfen die jungen Leute neugierige Blicke.

17 Stationen, verteilt im gesamten Park, mussten die insgesamt 280 Schüler durchlaufen. Aufgeteilt in 45 Kleingruppen machten sie sich auf den Weg, ausgestattet mit einem Laufzettel. An jeder Station mussten sie Fragen beantworten. Für richtige Antworten gab es Punkte.

„Für die Schüler sind die Waldjugendspiele zugleich Schluss- und Höhepunkt der Unterrichtseinheit Ökosystem Wald im Fach Biologie“, erklärte Lehrerin Marianne Zachert, die den Tag organisierte. Unterricht außerhalb der Schule habe für die Schüler einen besonderen Wert, meinte sie. Spannend sei es zudem, dass sie dabei nicht nur von Lehrkräften betreut werden.

So hatten an den verschiedenen Stationen Zehntklässler die Aufsicht und stellten ihren Mitschülern die Fragen. Außerdem waren neben der Wildtierauffangstation auch der Hegering Rastede-Süd mit zwei Ständen und der Imkerverein Rastede-Elsfleth mit einem Bienenschaukasten vertreten.

Der Hegering zeigte zum Beispiel Präparate von Hirschen und Rehen. Auch Rebhühner konnten die Schüler bewundern. „Ich wundere mich, wie gut einige Schüler über die Tiere Bescheid wissen“, sagte Hegeringleiter Wilfried Müller. Bei anderen wiederum gebe es da durchaus noch Nachholbedarf. „Das Lernen und Erleben des Waldes müssen wir den Schülern wieder näherbringen“, meinte deshalb auch Edgar Lüers vom Hegering.

Günter Wassermann vom Imkerverein erklärte derweil den Schülern, welche Bedeutung Bienen für das Ökosystem Wald haben. „Wenn es weniger Bienen gibt, gibt es auch weniger Insekten“, sagte er.

NWZ

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Frank Jacob
Frank Jacob Redaktion Rastede, Redaktion Wiefelstede
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