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Igs Ratsherren vertrauen auf Elternmeinung

Harpstedt - In der derzeitigen Diskussion um die Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) in Harpstedt melden sich jetzt auch die CDU- und SPD-Ratsherren Herwig Wöbse und Klaus Budzin aus der Samtgemeinde Harpstedt in einer gemeinsamen Erklärung zu Wort.

Darin erklären sie, dass sie sich eine aktive und ernst gemeinte Interessenbekundung möglichst vieler Grundschuleltern in der laufenden IGS-Befragung wünschen. „Wir vertrauen auf die Eltern, sich eine eigene Meinung zu bilden über die angestrebte Schulform für ihre Kinder und dies mit der Rückgabe des Fragebogens bis zum Wochenende kundzutun“, so Budzin und Wöbse.

Kritik an Kreis-FDP

Die Kritik der Kreis-FDP gegen eine angebliche Voreingenommenheit der IGS-Elterninitiative finden die Ratsherren bedauerlich. Es sei der Sinn und Zweck einer Initiative, sich für die gesteckten Ziele einzusetzen: „Was soll sie anderes machen, als sich für ihr Ziel einer IGS einzusetzen?“, so Wöbse und Budzin.

Für die Schüler in der Region Wildeshausen-Dötlingen-Harpstedt und darüber hinaus bietet die Einrichtung einer IGS als neue Schulform aus Sicht der beiden Ratsherren deutlich mehr Chancen als Risiken. Sie hoffen daher gemeinsam darauf, als Ergebnis aus der Elternbefragung ein ausreichendes Anmelde-Interesse für eine IGS zu bekommen.

Elternwille

Damit sprechen die Ratsherren den Vertretern der Elterninitiative aus der Seele. Ihre Sprecherin Michaela Claußen betonte: „Der Elternwille muss sich anhand von Information und Wissen bilden. Man kann sich nur für oder gegen etwas entscheiden, von dem man auch Bescheid weiß. Wir erwarten, dass allen Eltern zugestanden wird, selbst zu entscheiden, was sie ankreuzen. Und dies nach möglichst genauer Information.“ Stimmungsmache wolle sich die Initiative aber nicht vorwerfen lassen.

Meinung mitteilen

Die Initiative werbe für die IGS und habe zusätzlich das Informieren übernommen. „Wir hätten uns da noch mehr Unterstützung seitens der Politik gewünscht,“ so Claußen. Von der FDP werde der IGS-Initiative und dem Landkreis sogar schon während der Befragung vorgeworfen, dass die Umfrage nicht repräsentativ sein kann. „Solche Aussagen führen leider nicht dazu, dass die Eltern besser informiert werden, geschweige denn, ermuntert werden, ihre Meinung mitzuteilen. Das ist sehr schade, denn wir möchten vor allem eine Alternative in der Wahl der Schulform bieten,“ ergänzt Claußen. So könnte die Bildungsgerechtigkeit im Landkreis verbessert werden. Es sollte jedem, der es wünscht, ermöglicht werden, die Schulform IGS unter zumutbaren Entfernungen zu besuchen.

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