Wildeshausen - Passend zum 100-jährigen Bestehen hat die Realschule Wildeshausen eine neue Bestmarke aufgestellt. 85 Schülerinnen und Schüler und damit mehr als die Hälfte aller Absolventen haben den erweiterten Sekundarabschluss I in der Tasche, der zum Besuch des Gymnasiums berechtigt. Schulleiter Jan Pössel und seine Kollegen verabschiedeten am Freitag 153 Realschüler. Die besten Absolventen sind Michelle Müller (Note 1,71), Louisa Netzler, Jana Bielefeld und Fabian Döpping (alle 1,79).
Klassenweise betraten die Jugendlichen das voll besetzte Forum. Dazu erklang das Lied von Andreas Bourani: „Ein Hoch auf das, was vor uns liegt.“ Dazu klatschten die Gäste und Mitschüler im Rhythmus. Später sorgte die Schulband für Abwechslung.
Der stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Däubler sprach von Heimat, die die Realschule sechs Jahre für die Schüler gewesen sei, und betonte: „Niemand weiß, was in ihm steckt, solange er es nicht ausprobiert hat.“ Mit Disziplin, Durchhaltevermögen und Sozialverhalten sollte es den Jugendlichen nun gelingen, ihr Leben zu planen. „Dieses Land und diese Stadt braucht Sie alle mit ihren Begabungen und ihrer Verantwortung“, so Däubler.
Er erinnerte an den 1. Weltkrieg vor 100 Jahren, „als Europa seine Jugend brutal hingeschlachtet hat“. Wir haben jetzt seit 70 Jahren Frieden. Er warb er für ein Miteinander in Europa und lobte den Schüleraustausch.
Auch Elternratsvorsitzender Jürgen Reineberg sprach davon, dass die neue Freizeit der Absolventen nicht nur den Zwang nach sich ziehe, sich entscheiden zu müssen, sondern auch, Verantwortung zu übernehmen.
Die Schülersprecher Julian Schumann und Till Körber verglichen Schüler mit einer Fußballmannschaft, die Lehrer mit Trainern und die Eltern mit Spielerberatern. „Wir haben eine gute Saison gespielt und sind erfolgshungrig“, lautete ihr Fazit.
Nach den Worten von Schulleiter Pössel dürfen sich die Jugendlichen glücklich schätzen, heute ihren Abschluss zu machen. Er zog einen Vergleich zu den Jugendlichen des 1. und 2. Weltkrieges: „Wählt euer Leben und lebt es – aus vollem Herzen und voller Überzeugung.“
