Friesoythe - Auf eine rege Resonanz gestoßen ist die Informationsveranstaltung des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) zum Projekt Familienpaten am Mittwoch in den Räumen des Caritas-Sozialwerks an der Barßeler Straße. Der SkF hat sich zum Ziel gesetzt, nach Cloppenburg (19 Familienpaten), Saterland (6)und Löningen (7) auch in Friesoythe ein Angebot zu schaffen. „Die Nachfrage ist schon jetzt da“, schilderte Marga Bahlmann, Mitarbeiterin der Geschäftsführung des Skf in Cloppenburg, vor 14 interessierten Frauen.
Gemeinsam mit Martina Janhsen, Ansprechpartnerin in Friesoythe, und Familienpatin Inge Stevens aus Cloppenburg informierte Bahlmann, die das Projekt von Beginn an begleitet hat, über Ziele und Inhalte des ehrenamtlichen Angebotes. Familienpaten begleiten Familien mit Kindern bis zu drei Jahren, alleinerziehende Mütter oder Väter mit einem geringen sozialen Umfeld, sehr junge Eltern oder Familien in besonderen Lebenssituationen unbürokratisch und schnell.
Die Paten unterstützen etwa „schnell und unbürokratisch“ (Bahlmann) bei Behördengängen oder Arztbesuchen, betreuen Babys oder Kleinkinder, damit die Mutter mehr Zeit für das Geschwisterkind hat. Sie geben Anregungen in lebenspraktischen Dingen wie Kochen, Hausaufgaben oder der Erziehung von Kindern. Häufig laufen die Besuche einmal die Woche. „Die Eigenständigkeit der Familie muss gewahrt bleiben“, sagt Martina Janhsen. Familienpaten unterstützten lediglich.
Vor der Betreuung, die zunächst auf etwa ein halbes Jahr angelegt ist, wird festgehalten, welche Ziele erreicht werden sollten. Wenn diese erreicht sind, wird die Betreuung beendet. Vermittelt werden Familienpaten und Familien über den SkF. Dabei würden Wünsche und Abneigungen auf beiden Seiten berücksichtigt. „Manchmal passt es einfach nicht“, ist auch die Erfahrung von Familienpatin Inge Stevens.
Die Ehrenamtlichen werden von Sozialpädagogen des SkF betreut, zudem treffen sich die Paten einmal im Monat. „Dieser Austausch ist sehr wichtig“, berichtet Inge Stevens, die seit mehr als vier Jahren bereits als Familienpatin engagiert ist. Sie habe etwa eine Familie betreut, indem sie die Kinder für eine kurze Zeit betreute, damit die Mutter einmal „Luft holen“ konnte. Häufig sei es schwierig, einen Abschluss zu finden.
In Friesoythe soll es nun im Juli zunächst eine Schulung der Familienpaten geben. Im Anschluss könnten die Paten in die Familien gehen.
