Tossens - „Reiten im Kindergarten“ ist der Titel eines Projekts, bei dem der Kindergarten der evangelischen Kirchengemeinde Tossens sowie der Reit- und Fahrverein Nordbutjadingen in Tossens kooperieren. Einmal wöchentlich werden zehn Kinder die Reitanlage des Vereins besuchen. Dabei geht es nicht nur darum, den ihnen das Pferd näherzubringen, sondern ihnen auch die Möglichkeit zu geben, dreidimensionale Bewegungsabläufe, Gleichgewicht und Rhythmus zu schulen.

Die Idee zur Kooperation basiert auf der Initiative „Vorreiter Deutschland“ der Landespferdesportverbände und der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN). Die fördern schon seit einigen Jahren die Zusammenarbeit zwischen Schulen und den örtlichen Reitvereinen. Neu hinzugekommen ist nun die Kooperation mit den Kindergärten.

Bei ihrem ersten Besuch in der Tossenser Reithalle wurden die Kinder von der 1. Vorsitzenden des Reitvereins, Jara Thomas, begrüßt, die auch das Projekt leitet. Sie erklärte den Mädchen und Jungen zunächst, wie ein Pony richtig geputzt wird. Um einigen Kindern die Angst vor großen Pferden zu nehmen, waren die beiden Vereins-Ponys „Apollo“ und „Findus“ ausgewählt worden. Es wurde eifrig gebürstet, gestriegelt und gekämmt.

Die beiden Shettys ließen sich durch nichts aus der Ruhe bringen und bewiesen, dass sie durch ihr friedliches und ausgeglichenes Wesen die ideale Wahl für die Kinder waren. „Gerade das Putzen ist die erste Bindung zum Pferd. So kann Vertrauen aufgebaut werden“, erklärte Jara Thomas.

Danach ging es in die große Reithalle, wo ein kleiner Geschicklichkeits-Parcours aufgebaut war. Dort führten die Kinder, zusammen mit Jara Thomas und Melanie Hoyer, die diese Gruppe mit unterstützt, die Ponys um Pylonen herum oder balancierten über kleine Eimer. Durch diese gezielten, individuellen und auch spielerischen Übungen wird die Motorik geschult, und in Verbindung mit dem Führen des Ponys zugleich auch die Wahrnehmung sensibilisiert.

Die Kinder waren konzentriert bei der Sache und hatten auch viel Spaß. So wunderte es niemanden, dass die Zeit wie im Fluge verging. „In jeder Woche kommen dann die nächsten zehn Kinder hierher. So, dass wir eine dreiwöchige Rotation haben“, machte Kindergartenleiterin Alexandra Antons deutlich. Alle Beteiligten sind sich schon jetzt sicher, dass dieses Projekt vom Erfolg gekrönt wird.