Rethorn/Schierbrok - Der Weg zum Kompromiss war lang und steinig: Noch vor einem Jahr plädierte eine knappe Mehrheit von CDU/Grünen/Freie Wähler im Finanzausschuss gegen die Sanierung der Schule in Rethorn. Doch wenige Wochen später war das Votum Makulatur: Eine Mehrheit im Rat wollte das ortsbildprägende Gebäude erhalten.
Das politische Kräftemessen ist längst vergessen: „An der alten Schule in Rethorn gehen die Arbeiten zügig voran“, bestätigte Gemeindesprecher Hauke Gruhn auf NWZ -Anfrage. Im Erdgeschoss sind die Rohbauarbeiten im vollen Gange. Am Freitag war ein Mauerdurchbruch geschaffen, damit statt eines Fensters eine weitere Außentür installiert werden kann. Auch werden erste Rohbau-Installationsarbeiten getätigt, wie Gruhn weiter erläuterte.
Die Gesamtkosten für den Umbau des einstigen Jugendzentrums „Treff“ in Rethorn belaufen sich nach Angaben der Verwaltung auf 670 000 Euro. Die Krippe wird im Erdgeschoss untergebracht. Der Kindergarten erhält sein neues Zuhause im Obergeschoss. Spätestens in den Sommerferien würden alle Baumaßnahmen abgeschlossen.
Seit dem 6. Januar sind die 25 Rethorner Kita-Kinder in ihrem „Ausweichquartier“ im Kindergarten Schierbrok. Weil Bedenken hinsichtlich des Brandschutzes aufgekommen waren, hatte die Gemeinde in den Winterferien eine zweite Treppe samt Fluchttür einbauen lassen. Die Kosten: rund 23 000 Euro. Um den vorübergehenden Ausfall des Bewegungsraums zu kompensieren, erhielt der Schierbroker Kindergarten während der Umbauphase in Rethorn zusätzliche Hallenzeiten in der Turnhalle am Trendelbuscher Weg. Und im Frühjahr kann noch mehr unter freiem Himmel getobt werden.
