Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Naturschutz Rettung für die Mosaikjungfer

Gabriele Bode

Ganspe - Um die ökologische Aufwertung von Gräben ging es bei einer Informationsveranstaltung vom Grünlandzentrum Niedersachsen-Bremen in Ganspe. Vorgestellt wurde ein von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördertes Forschungsprojekt.

Weniger Arten

Professor Dr. Rainer Buchwald und Doktorandin Friederike Kastner von der Universität Oldenburg sowie Dr. Arno Krause vom Grünlandzentrum in Ovelgönne machten in ihrem Vortrag auf den Rückgang der heimischen Artenvielfalt aufmerksam. 25 Prozent weniger Feldvögel und sogar 70 Prozent weniger Schmetterlinge gibt es allein von 1990 bis heute zu verzeichnen. Und immer mehr naturbelassene Flächen verschwinden wegen des steigenden Bedarfs aus der Landwirtschaft und Ausgleichsmaßnahmen für große Bauprojekte.

Um die viele tausend Kilometer langen Entwässerungsgräben in der Wesermarsch zu untersuchen, wurden jetzt Zuwendungen des europäischen Leader-Programms wurden genutzt. Sie sind ein Lebensraum, der insbesondere von vielen Libellenarten besiedelt wird. Von den 81 Arten in Deutschland leben allein 70 in Niedersachsen. Ganz oben auf der Roten Liste steht dabei die Grüne Mosaikjungfer, die nicht nur in vielen Gräben der Bornhorster Huntewiesen oder des Werderlandes zu finden ist, sondern auch in besonders hoher Zahl in Huntebrück oder Warfleth vorkommt. Die Krebsschere ist der Eiablageplatz dieser bedrohten Art und spielt bei den Untersuchungen eine große Rolle.

Neuer Leitfaden

Es soll aber in Zukunft nicht noch mehr Auflagen für die Grabenanlieger geben, sondern eher einen Leitfaden als Handlungsempfehlung. Eine sachgemäße Grabenunterhaltung soll entwickelt werden, um die Krebsschere und damit den Lebensraum der Grünen Mosaikjungfer zu erhalten. Dass nur etwas Rücksicht schon große Wirkung zeigen kann beweisen schon seit Jahren zwei benachbarte Huntebrücker Landwirte, in deren Gräben es ein besonders hohes Aufkommen an Krebsscheren gibt. Wechselseitig loten sie im Zweijahresrhythmus ihre Grabenseiten aus. Als Handlungsempfehlung des ökologischen Grabenräumprogrammes gilt ein Räumintervall von zwei bis fünf Jahren. Außerdem könne mit einem Mähkorb mit eingelegtem Lochblech am besten zwischen dem 15. September und 31. Oktober entschlammt werden.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Wills Woche

BUCH DES AFD-SPITZENKANDIDATEN KRAH „Politik von rechts“? Politik gegen die Freiheit!

Alexander Will
Interview
Niels Bötel (Mitte) spricht mit seinen Spielerinnen. Der VfL Oldenburg hat die Bundesliga-Saison auf Rang sieben abgeschlossen und war beim Final-Four-Turnier dabei.

HANDBALL-TRAINER NIELS BÖTEL IM INTERVIEW „Meine Aufgabe beim VfL Oldenburg ist noch nicht erledigt“

Otto-Ulrich Bals
Kleine Kinder haben Fragen zu Schwangerschaft, Geburt und Stillen. In Oldenburg wollen Hebammen Unterrichtsstunden zu diesen Themen in den vierten Klassen geben.

PILOTPROJEKT IN OLDENBURG Schwangerschaft, Geburt und Stillen – Was Grundschüler bei Hebammen lernen

Anja Biewald
Oldenburg
Analyse
Bundeskanzler Olaf Scholz besucht den Katholikentag in Erfurt

SPD-WAHLKAMPF ZUR EUROPA-WAHL Zieht der Kanzler im Osten?

Kerstin Münstermann Büro Berlin
Delitzsch
Blick in die Räucherkammer bei Aal Bruns in Kayhauserfeld: Marco Pawlik ist mit der Qualität zufrieden.

DELIKATESSE NACH ÜBERLIEFERTER REZEPTUR Woher kommt der Zwischenahner Aal?

Kerstin Schumann
Kayhauserfeld