RODENKIRCHEN - Es sind Investitionen in Höhe von 2,7 Millionen Euro erforderlich. 90 Prozent der Kosten sollen jedoch vom Land getragen werden.
von rolf bultmann
RODENKIRCHEN - Die Martin-Niemöller-Hauptschule und die Realschule in Rodenkirchen haben beim Niedersächischen Kultusministerium ihre Umwandlung in offene Ganztagsschulen zum 1. August dieses Jahres beantragt. Grünes Licht für dieses Vorhaben signalisierte gestern der Kreistagsausschuss für Schulen, Kultur und Sport, indem er dem Antrag der Realschule zustimmte. Die Einrichtung des Ganztagsbetriebs an der Martin-Niemöller-Schule hatte der Landkreis als Schulträger bereits Ende 2002 genehmigt.Seine Zustimmung knüpft der Landkreis aber an die Bedingung, dass vom Land Niedersachsen die erforderlichen Baumaßnahmen sowie die Ausstattung mit Mobiliar und Inventar zu 90 Prozent aus dem Investitionsprogramm „Zukunft Bildung und Betreuung 2003-2007“ des Bundes finanziert werden. Den nicht gedeckten Eigenanteil von 10 Prozent übernimmt dann der Landkreis.
Die Umwandlung der Haupt- und der Realschule in Rodenkirchen zu Ganztagsschulen erfordert einen Investitionsbedarf von rund 2,7 Millionen Euro, damit die nach dem Niedersächsischen Schulgesetz erforderliche Ganztagsbetreuung der Kinder gewährleistet werden kann. Das bauliche Planungskonzept des Förderantrags wurden gemeinsam von beiden Schulen in Zusammenarbeit mit der Universität Oldenburg und einem Architektenbüro erarbeitet.
Teuerste Einzelmaßnahme ist der Anbau eines Mensabereiches, für den 756 000 Euro veranschlagt sind. Die Schaffung von Aufenthalt- und Betreuungsräumen steht mit 468 000 Euro zu buchen, während für Rauch- und Brandschutzmaßnahmen 427 000 Euro erforderlich seien. Bei der zusätzlichen Ausstattung beider Schulen sind die Kosten allein für die Bereiche Naturwissenschaften, Kunst und EDV auf rund 510 000 Euro veranschlagt. Die Umsetzung der aufgelisteten Maßnahmen ist jedoch von einer Förderung aus dem Bundesprogramm abhängig.
Sollte das Kultusministerium den Antrag der beiden Rodenkircher Schulen genehmigen, kämen auf den Landkreis neben seinem Anteil an den Investitionskosten auch zusätzliche jährliche Folgekosten für Personal (Essensausgabe und Sekretärinnenstunden) und Sachkosten in Höhe von insgesamt 19 000 Euro hinzu.
Die beantragte Umwandlung der Hauptschule und der Realschule in offene Ganztagsschulen ist ein erster Schritt zur Schaffung eines Bildungszentrums Rodenkirchen. Gemäß Beschluss der Gesamtkonferenz will sich auch die Grundschule Rodenkirchen an der offenen Ganztagsbeschulung beteiligen. Zudem wurden die Zielvorstellungen mit den Kindergärten und mit der Jugendzentrum abgestimmt.
