RODENKIRCHEN - RODENKIRCHEN/WMZ - Wie soll ich meinen Schreibtisch gestalten, damit ich nicht ständig abgelenkt werden? Welcher Lerntyp bin ich eigentlich? Wie gelingt es mir, die englischen Vokabeln so zu lernen, dass ich sie auch nach Wochen noch im Kopf habe? Antworten auf diese und viele andere Fragen erhielten die Schüler des 5. Jahrganges der Realschule Rodenkirchen im Schullandheim Bissel.

Unter dem Motto „Das Lernen lernen“ wurden die Fünftklässler drei Tage lang auf selbstständiges Lernen vorbereitet. Die Pädagogen Sabine Hönig, Brigitte Herbst und Klaus Kretzschmar nutzten die Abgeschiedenheit des Landschulheimes in der Wildeshauser Geest, um gemeinsam mit den beiden Klassenlehrern Waltraut Heinemann und Wolfgang Trautmann den Kindern in kleinen Gruppen beizubringen, wie man ohne Hilfe selbst das Lernen in die Hand nehmen kann.

Die Bestimmung des Lerntyps, die Ordnung des Arbeitsplatzes sowie verschiedene Lernmethoden wurden intensiv vermittelt. Doch auch Spaß, gemeinsames Spiel und das Training von Ruhe- und Entspannungsphasen kamen nicht zu kurz. Die Spiele am Kamin hatten bei den Kindern sicher einen sehr hohen Stellenwert.

Die Pädagogen der Realschule Rodenkirchen bereiteten zum zweiten Mal die Eingangsklassen auf die Anforderungen der Schule vor. Die Schüler arbeiteten in kleinen Gruppen intensiv, konzentriert und ausdauernd. Dabei wurden ihnen vielen Hilfen zuteil, die sie nun im Schulalltag anwenden sollen. Zudem schweißten die drei gemeinsamen Tage die erst vor einigen Wochen neu gebildeten Klassen zusammen. Die Gemeinschaft wurde deutlich gestärkt und auch das Lernklima konnte erheblich verbessert werden, bilanzierten die beteiligten Pädagogen.

Ihnen und auch den Schülern galt der Dank von Schullleiter Holger Briese. Er hob hervor, dass das Projekt „Lernen lernen“ dauerhaft mit allen neuen 5. Klassen der Realschule Rodenkirchen absolvierten werden soll.