RODENKIRCHEN - Das Lehrerkollegium bot die Revue „Menzel Code“ dar. Für den scheidenden Schulleiter gab es sehr viel Lob.
von Rolf Bultmann
RODENKIRCHEN - Wie Pech und Schwefel gehörten auch die Martin-Niemöller-Schule und Rüdiger Menzel unzertrennlich zusammen, denn letzterer habe sehr zum hohen Ansehen und zum anerkannten pädagogischen Profil der Rodenkircher Hauptschule beigetragen. Diese und etliche weitere Lobeshymnen erfuhr der 60-jährige Rüdiger Menzel gestern Morgen. Nach 32-jähriger Tätigkeit an der Schule, seit 1998 als Schulleiter, wurde er mit einem Festakt in die dreijährige „Freistellungsphase“ seines Altersteilzeitvertrages entlassen.Konrektor Jürgen Janssen bezeichnete den Festakt als ein zwiespältiges Ereignis, den Rüdiger Menzels Freude über die „Entlassung in die Freiheit“ könne das Kollegium nicht teilen, weil ein engagiertes Team seinen Spielführer verliere.
Landrat Michael Höbrink hat Rüdiger Menzel als harten, aber stets fairen Gesprächspartner kennen und schätzen gelernt. Regierungsschuldirektor Meinrad Rohde sprach vom Ende einer Ära. Rüdiger Menzel habe in der Martin-Niemöller-Schule eine ganze Menge verändert und ihr ein Profil gegeben. Mit viel Mühe habe er insbesondere die Schüler gefördert, die es nötig haben.
Die beiden Leiter der Nachbarschulen, Hartmut Schnars (Grundschule) und Holger Briese (Realschule), bescheinigten ihren scheidenden Amtskollegen, mit seiner Vision von einem Bildungszentrum einiges auf den Weg gebracht zu haben. Er habe ihnen die Verpflichtung gegeben, die Nachbarschaft weiter zu pflegen.
Altlandrat Udo Zempel lobte das Engagement von Rüdiger Menzel bei der Erziehung der Schüler zu kritischen Staatsbürgern. Mit der von ihm (Menzel) mit initiierten Namensgebung der Schule habe er der auch ein Programm gegeben.
Schülersprecher Marek Scherweit dankte Rüdiger Menzel dafür, dass er die Schüler mit Einfallsreichtum und Humor motiviert habe und dabei auch ausgefallenen Projekten gegenüber nicht unverschlossen geblieben sei. Einen Dank in Gedichtform gab es von der Elternrats-Vorsitzenden Ilona Boyksen-Hellwig.
Seine Spuren habe Rüdiger Menzel auch in der Lehrerausbildung hinterlassen, machte Detlef Spindler, ehemaliger Leiter des Zentrums für pädagogische Berufspraxis an der Universität Oldenburg deutlich. Dass die Martin-Neimöller-Schule einen pädagogischen Geist atme, sei im hohen Maß ein Verdienst von Rüdiger Menzel.
Den Höhepunkt der gestrigen Abschiedsfeier bildete jedoch die vom Kollegium der Martin-Niemöller-Schule unter Leitung von Konrektor Jürgen Janssen dargebotene Revue mit dem Titel „Menzel Code“. Mit Liedern, Gedichten, Sketchen und Power-Point-Darbietungen präsentierten sie einige wichtige „Bausteine“ im Leben von Rüdiger Menzel in sehr ansprechender und humorvoller Weise.
Der scheidende Schulleiter bedankten sich bei allen, die ihn bei seiner Tätigkeit unterstützt haben. Sein erster Dank galt aber den Schülern, die immer so mitgearbeitet hätten, dass er nie frustriert die Schule verlassen musste. Sein Kollegium präsentierte Rüdiger Menzel als gut aufgestelltes Fußballteam, das für die bevorstehende Fusion mit der Realschule bestens gerüstet sei.
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