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BILDUNG Die Attraktivität des Angebots steigern

ROLF BULTMANN

RODENKIRCHEN - Mit einem Investitionsaufwand von 2,4 Millionen Euro wird jetzt die Haupt- und Realschule Rodenkirchen erweitert und saniert. Mit Neu- und Umbauten erhält die Schule die Räume, die sie aufgrund ihrer Anerkennung als Ganztagsschule sowie der Zusammenlegung der zuvor selbstständigen Schulzweige benötigt. Die Kosten werden je zur Hälfte aus Mitteln des Bundesinvestitionsprogramms „Zukunft Bildung und Betreuung“ (IZBB) und vom Schulträger, dem Landkreis Wesermarsch, getragen.

„Was lange währt, wird endlich gut“, bemühte Landrat Michael Höbrink während des symbolischen Spatenstiches – die Arbeiten hatten bereits vor wenigen Wochen begonnen – ein Sprichwort, um auf die lange Planungsphase hinzuweisen. Bereits vor vier Jahren waren die Mittel für die Baumaßnahmen beantragt worden.

Ganztagsschule

Das Rodenkircher Schulzentrum habe durch die Vereinigung von Orientierungsstufe, Haupt- und Realschule sowie durch die Anerkennung als Ganztagsschule ab 2008 eine positive Entwicklung genommen, sagte der Landrat. Mit den jetzigen Neu- und Umbaumaßnahmen würden sich die schulischen Möglichkeiten für die über 400 Schüler der HRS Rodenkirchen deutlich verbessern.

Er habe nach der langen Planungsphase und den zahlreichen Änderungen der Pläne an deren Verwirklichung schon gar nicht mehr geglaubt, scherzte Schulleiter Holger Briese. Für die Schule seien die neuen Räume, insbesondere die Mensa für die Nachmittagsbetreuung, extrem wichtig, zumal das Schulangebot damit auch an Attraktivität gewinne. Holger Briese hofft, dass der Unterricht nach den Sommerferien durch die Baumaßnahmen nicht gestört wird.

Gemeinde profitiert

Auch die Gemeinde Stadland freue sich über die Baumaßnahmen, sagt die stellvertretende Bürgermeisterin Mathilde Ehlers. Eine Ganztagsbetreuung in der Schule sei aufgrund der gesellschaftlichen Entwicklungen von großer Bedeutung. Die Mensa ermögliche es der Gemeinde Stadland, im Schulzentrum auch eine Nachmittagsbetreuung (Hortgruppe) für Grundschulkinder einzurichten.

Mathilde Ehlers erinnerte aber auch an die lange umkämpfte Zusammenlegung von Haupt- und Realschule. Dies sei doch die richtige Entscheidung gewesen, weil nur so der Hauptschulzweig in Rodenkirchen gesichert werden konnte.

Die mensa mit dem Multifunktionssaal ist das Prunkstück des Erweiterungsbaus

Die Nutzfläche

der drei Gebäude der HRS Rodenkirchen wird durch zwei Erweiterungsbauten um 600 Quadratmeter und damit um zehn Prozent vergrößert, gab Heinz Hannemann, stellvertretender Leiter des Kreisverwaltungs-Fachdienstes Bauen und Planen bekannt. Das Prunkstück ist die an der Südseite des ehemaligen Orientierungsstufengebäudes entstehende Mensa mit einem 300 Quadratmeter Multifunktionssaal und dem 150 Quadratmeter großen Kückenbereich mit Nebenräumen. Die Ostseite des früheren O-Stufen-Gebäudes erhält einen 170 Quadratmeter großen Anbau für ein Fotolabor, eine Fahrradwerkstatt und einen Hausmeisterraum.

Umfangreich

sind auch die Baumaßnahmen in den bestehenden Gebäuden. Im alten Realschulgebäude werden zwei Fachräume in allgemeine Unterrichtsräume umgewandelt und ein Computerraum eingerichtet. Zudem wird der Innenhof überdacht. Im Erdgeschoss des Hauptschulgebäude werden die naturwissenschaftlichen Fachräume konzentriert. Im O-Stufen-Gebäude entstehen das Lehrerzimmer für alle Pädagogen der HRS Rodenkirchen sowie Räume für die Schulleitung, die Verwaltung, die Beratungslehrer und die Sozialpädagogin.

In allen Gebäuden

sind zusätzliche Brandschutzmaßnahmen insbesondere durch neue Flucht- und Rettungswege geplant. Ziel sei, bereits bis Ende Oktober alle Maßnahmen abgeschlossen zu haben, berichtete Heinz Hannemann.
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