RODENKIRCHEN - Nur rund ein Drittel der über 400 Schüler der Haupt- und Realschule Rodenkirchen nutzte im Schuljahr 2008/2009 das Nachmittagsangebot dieser Ganztagsschule. Ein erweitertes Angebot und die Möglichkeit, in der Schule ein Mittagessen einnehmen zu können, sollen dazu beitragen, dass künftig mehr Schüler die Nachmittagsbetreuung in Anspruch nehmen.
Das Nachmittagsangebot in Form von Arbeitsgemeinschaften wird zum Teil mit Lehrerstunden, zum Teil aber auch mit „eingekauften“ außerschulischen Kräften organisiert. Für deren Finanzierung hatte sich die HRS Rodenkirchen bei der Anerkennung als Ganztagsschule durch das Land Niedersachsen einen Teil der zusätzlichen Lehrerstunden kapitalisieren, also in Form eines Budget auszahlen lassen.
Auch ein Ski-AG
Im ersten Halbjahr des neuen Schuljahres 2009/2010 angeboten werden: Herausgabe einer Schülerzeitung, Förderunterricht Deutsch für die 5. und 6. Klassen, Mathematik-Förderkurse für die Klassen 7 und 8, Hausaufgabenhilfe, eine Internet-AG „Schulhomepage“, Tanz und Theater, eine Textil-AG und sogar eine Ski-AG.
Von externen Fachkräften geleitet werden die Arbeitsgemeinschaften „Tanzen wie bei MTV“, Schmuck, Jumpstyle, Rugby, Plattdeutsch, „Pizza, Pasta & Co“, Papier-Atelier, Selbstverteidigung und Tischtennis.
Ein Mittagessen für die Nutzer des Nachmittagsangebotes wird die HRS Rodenkirchen voraussichtlich nach den Herbstferien anbieten können. Die Voraussetzungen dafür werden derzeit mit dem Bau einer Mensa geschaffen. Sie ist Teil mehrerer Investitionen, die die HRS trotz des bereits begonnenen neuen Schuljahres einer Großbaustellen gleichen lassen.
2,4 Millionen Euro investiert der Landkreis Wesermarsch in die HRS Rodenkirchen, wovon 50 Prozent jedoch aus Mitteln des Bundesinvestitionsprogramm „Zukunft Bild und Betreuung” (IZBB) finanziert werden. Es entstehen in zwei Erweiterungsbauten die multifunktional nutzbare 300 Quadratmeter große Mensa mit einem Küchenbereich (150 Quadratmeter) sowie eine Fahrradwerkstatt und ein Fotolabor.
Lieferung verzögert sich
Zudem finden umfangreiche Umbau- und Sanierungsmaßnahmen in den bestehenden Gebäuden statt. Dabei werden unter anderem Fachräume in Klassenräume umgewandelt, die naturwissenschaftlichen Fachräume im Erdgeschoss der ehemaligen Hauptschule sowie die Lehrerzimmer und die Verwaltung im früheren OS-Gebäude konzentriert.
Die Fertigstellung der neuen Fachräume verzögert sich, weil die Lieferfirmen den zahlreichen Aufträgen auch durch die Konjunkturprogramme des Bundes und der Länder kaum nachkommen können.
