RODENKIRCHEN - Sie möchten konstruktiv und fair mit der Kreisverwaltung zusammenarbeiten und schon gar nicht auf Konfrontationskurs gehen. Die während des ersten Spatenstichs für die Erweiterung und Sanierung der Gebäude der Haupt- und Realschule Rodenkirchen von Seiten der Kreisverwaltung geäußerte Kritik könne aber nicht so stehen bleiben, zumal sie nicht den Tatsachen entspreche, sagten Elternratsvorsitzende Renate Horstmann und Schulleiter Holger Briese.
Anlässlich eines kleinen Festaktes zum Baubeginn hatte Heinz Hannemann, stellvertretender Leiter der Kreisverwaltungs-Fachdienstes Bauen und Planung, seine Meinung nach unberechtigte Internet-Veröffentlichungen zum Bauvorhaben und ein „Störfeuer“ des Lehrerkollegiums bei den Planungen beklagt (die NWZ berichtete).
Während eines Pressegesprächs wiesen Renate Horstmann und Holger Briese die Vorwürfe zurück. Die ersten Pläne für die Erweiterungen und Umbauten seien von der Schule bereits vor über fünf Jahren erstellt worden. Dass die aus finanziellen Gründen nicht realisiert werden konnten, sei verständlich. Dies gelte auch für die weitere Abspeckung der Wünsche aufgrund der Reduzierung der IZBB-Mittel.
Dass sich das Lehrerkollegium an den Planungen beteiligte und auch die vorgelegten Pläne der Kreisverwaltung überarbeitet habe, sei jedoch verständlich, weil die Pädagogen damit ihre praktischen Erfahrungen eingebracht hätten. Dies als „Störfeuer“ zu bezeichnen, sei ungehörig. Auch sei dadurch die Planung nicht verzögert worden. Der Grund dafür sei, dass die Pläne zwei Jahre in der Schublade der Kreisverwaltung gelegen hätten, ohne dass sich etwas getan habe, kritisierte Renate Horstmann. Mit einer besseren und frühzeitigeren Kommunikationen hätte man sich manche Kritik erspart.
Als sehr „unglücklich“ bezeichnete Renate Horstmann die Tatsache, dass der Spatenstich-Festakt nach Ferienbeginn stattfand, obwohl die Bauarbeiten schon vorher begonnen hatten, und dazu weder das Lehrerkollegium noch die Eltern- und Schülervertreter eingeladen wurden. Auch Holger Briese hatte von dem Termin eher zufällig erfahren.
Der Schulleiter ist zudem nicht erfreut darüber, dass er während der jetzigen Bauphase manche Eilentscheidung allein treffen müsse, weil er wegen der Ferien keine Rücksprache mit dem Schulvorstand oder den anderen zuständigen Gremien der Schule halten könne. Nun müsse aber alles ganz schnell gehen, weil sonst die Bundesmittel verfallen.
Zwei Erweiterungsbauten und etliche Umbaumaßnahmen in den alten Gebäuden
