RODENKIRCHEN - Auf den ersten Blick sind die Sanierungs- und Umbauarbeiten in der Haupt- und Realschule Rodenkirchen abgeschlossen. Doch der Schein trügt. Wer genauer hinschaut, sieht hier und dort immer noch einen Bereich, in dem die Handwerker tätig sind. Alles braucht seine Zeit.
199 Plätze in neuer Mensa
Über die erfolgte Sanierung und die neue Mensa informierte sich der Vorstand des CDU-Ortsverbands Rodenkirchen am Mittwochabend. Und was der kommissarische Schulleiter Jürgen Janssen den Christdemokraten zeigte, sorgte für erstaunte Mienen. „Das hatten wir uns so nicht vorgestellt“, lautete der Tenor einiger CDU-Mitglieder, die beispielsweise das Realschulgebäude noch aus früherer Zeit kannten.
Jürgen Janssen führte die Besucher zunächst durch den neu eingerichteten naturwissenschaftlichen Bereich der Schule. „Hier muss den Schülern das Lernen ja richtig Spaß machen“, kommentierte ein CDU-Mitglied sein Empfinden beim Betreten des Chemieraums. Technisch auf dem neusten Stand, sind in den Klassenräumen auch Beamer und Whiteboards statt Schiefertafeln für den Unterricht vorhanden.
In Rodenkirchen wachsen die Haupt- und Realschule zusammen. „Es ist eine Schule mit drei Gebäuden“, sagte Jürgen Janssen. Ein Mittelpunkt des Schulzentrums ist die neue Mensa mit 199 Plätzen. Ein Mittagsangebot gibt es nach den Worten von Jürgen Janssen montags bis donnerstags. Zwei Gerichte stünden täglich zur Auswahl. Schüler zahlten 1,50 Euro für Vorspeise, Hauptgericht und Nachspeise. Mineralwasser gebe es kostenlos. Die Lehrer zahlten 2,20 Euro pro Essen. Der Landkreis Wesermarsch bezuschusse den Mittagstisch mit jährlich rund 8000 Euro.
60 bis 70 Essen täglich
Die Mensa in Rodenkirchen wird gut angenommen. 60 bis 70 Essen täglich werden ausgegeben. Es sind aber nicht nur die 420 Mädchen und Jungen sowie die 36 Lehrer der Haupt- und Realschule, die das Angebot nutzen. Ganztags-Kinder aus dem Kindergarten und aus der Grundschule wissen das Essen ebenfalls zu schätzen.
Die tief gefrorenen Mahlzeiten werden alle 14 Tage von einer Menü-Service-Firma aus Stuhr angeliefert und dann bei Bedarf schonend erwärmt. Die Frische und die Vitamine blieben erhalten, so Jürgen Janssen. Eine Kraft sei auf Stundenbasis in der Küche beschäftigt. Auf Dauer müsste jedoch eine zweite Kraft eingestellt werden, um die Arbeit zu bewältigen.
Die demografische Entwicklung geht auch an Stadland nicht spurlos vorbei. „Wir verlieren Schüler“, betonte Jürgen Janssen. Wie der Schulstandort Rodenkirchen für die Zukunft zu sichern ist, sei eine große Herausforderung in den kommenden Jahren. Man sei dabei auf einem guten Weg. Einen weiteren guten Ansatz sieht Jürgen Janssen in der Gründung des Fördervereins. In der Mensa soll am Freitag, 7. Oktober, um 20 Uhr der Förderverein für die HRS gegründet werden.
