RODENKIRCHEN - Über eine neue Vorzeigeeinrichtung verfügt jetzt die Gemeinde Stadland. „Die großzügig angelegten und zusammengefassten Räume sowie deren Ausstattung sind lobend zu erwähnen“, bescheinigte Sabine Hodde-Bretzke vom Kindertagesstätten-Fachdienst Oldenburg des Niedersächischen Kulturministerium der Kommune. Gemeint ist der in der Grundschule Rodenkirchen eingerichtete neue Hort für die Nachmittagsbetreuung.
20 Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren können montags bis freitags von 12.30 bis 16.30 Uhr in diesem ersten Hort in der Gemeinde Stadland betreut werden. Er wurde von der Kommune auf Antrag des Kindergarten-Elternbeirats und nach einer Bedarfsermittlung der Gemeindeverwaltung eingerichtet.
Geleitet wird der Hort von der Erzieherin Verone Richter aus Brake. Sie war von der Gemeinde unter mehreren Bewerberinnen auch deshalb auserwählt worden, weil sie sich während der Ausbildung auf die Betreuung von Schulkindern spezialisiert hatte, sagte Walter Lübben, Leiter des Fachdienstes Soziales bei der Gemeinde Stadland.
Verone Richter ist auch die einzige Kraft im Hort, den bis zwölf Kinder ist nur eine Erzieherin erforderlich. Derzeit besuchen sechs Kinder aus der Grundschule Rodenkirchen den Hort. Die Vertretungsregelung erfolgt mit Hilfe von Erzieherinnen aus den Stadlander Kindergärten. Für die Lösung kurzfristiger Probleme steht die Familie von Grundschul-Hausmeister Holger Nass parat.
Dem dankte Walter Lübben für sein große Engagement und seine Hilfe bei der Einrichtung des Horts, denn vom Beschluss des Gemeinderates im Juli bis zur Eröffnung im Herbst blieb nicht viel Zeit.
Dass der Hort über weit aus mehr Räume verfügt als vorgeschrieben sind, ist einem glücklichen Zufall zu verdanken. Aufgrund zurückgehender Schülerzahlen wurde ein Klassenraum in der Grundschule leer. Zudem stand nach einem Brandschaden die ehemalige Haumeisterwohnung leer.
Deshalb verfügt der Hort jetzt über einen circa 80 Quadratmeter großer Gruppenraum sowie über je einen Besprechungs-, Hausaufgaben- und Ruheraum sowie über Küche, Bad und Büro. Zudem können die Kinder die Sanitäranlagen in der Schule nutzen.
Die Grundschule Rodenkirchen wurde aber auch deshalb für die Einrichtung des Horts auserkoren, weil dort die Bildungs- und Freizeiteinrichtungen des Rodenkirchen Schul- und Sportzentrums genutzt werden können. Schließlich sei der Hort kein „Aufbewahrungsanstalt“, sondern eine Bildungsstätte, machte Walter Lübben deutlich.
Einen sehr engen Kontakt hält Verone Richter zum Lehrerkollegium der Grundschule, für die Schulleiter Hartmut Schnars und Verbindungslehrerin Elke Kuik-Janssen der Erzieherin jetzt ein Begrüßungspräsent überreichten. Walter Lübben ist sich sicher, dass bald weitere Kinder zur Nachmittagsbetreuung angemeldet werden.
