RODENKIRCHEN - RODENKIRCHEN - Die Friedenserziehung junger Menschen und damit die Jugendarbeit ist eine wichtige Säule für die Tätigkeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Aus diesem Grunde sollte die Zusammenarbeit mit den Schulen intensiviert und ausgebaut werden, sind sich Udo Zempel, Dieter Boll und Christoph Neumann-Silkow einig.

Der ausgeschiedene Vorsitzende des Volksbund-Bezirksverbandes Weser-Ems (Boll) und der scheidende Bezirksgeschäftsführer (Neumann-Silkow) statteten den Vorsitzende des Volksbund-Kreisverbandes Wesermarsch (Zempel) jetzt ihrer Abschiedsbesuch ab. Dabei diskutierten sie auch über die künftige Arbeit des Volksbundes.

Im Landkreis Wesermarsch sind zehn Ortsverbände für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge aktiv. Sie nahmen bei der Haus- und Straßensammlung im November 2004 rund 11 000 Euro Spenden ein. Die 313 Volksbund-Mitglieder in der Wesermarsch zahlten rund 10 000 Euro Beiträge, sodass insgesamt 21 000 Euro aus der Wesermarsch in die Volksbundkasse flossen. Für 2005 erwartet Bezirksverbands-Geschäftsführer Christoph Neumann-Silkow ein ähnlich stolzes Ergebnis.

In der Öffentlichkeit existiere oft das falsche Bild, dass die Arbeit des Volksbundes nur rückwärts auf den Erhalt und die Pflege der Kriegsgräber gerichtet sei, machte Dieter Boll deutlich. Der ehemalige Vizepräsident der aufgelösten Bezirksregierung Weser-Ems wies auf den Auftrag des Volksbundes hin, für den Frieden und die Versöhnung zu arbeiten. Dafür müssten auch die jungen Leute gewonnen werden.

Der Volksbund könne sich daher glücklich schätzen, in Udo Zempel eine Persönlichkeit zu besitzen, dem diese Aufgabe eines Herzensangelegenheit sei, und der als Zeitzeuge und ehemaliger Lehrer wie kaum ein anderer Friedenserziehung in den Schulen betreiben könne. In diesem Zusammenhang wies Christoph Neumann-Silkow darauf hin, dass durch die Arbeit von Evelyn Kremer-Taudien, Schulreferentin des Volksbund-Bezirksverbandes, 340 Kontaktlehrer in den Schulen gewonnen werden konnten.

Dieter Boll betonte die Notwendigkeit, die Kommunen in die Arbeit des Volksbundes mit einzubinden. Der Verband brauche die Nähe zu den kommunalen Organisationen, ohne deren Unterstützung er nicht erfolgreich arbeiten könne. Aus diesem Grunde habe er, wenn auch ein wenig wehmütig, sein Ehrenamt als Bezirksvorsitzenden an den Oldenburger Oberbürgermeister Dietmar Schütz abgegeben.